Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Maternal residential proximity to sources of extremely low frequency electromagnetic fields and adverse birth outcomes in a UK cohort. epidem.

[Abstand der Wohnung der Mutter zu Quellen extrem niederfrequenter elektromagnetischer Felder und negativen Auswirkungen auf die Schwangerschaft in einer britischen Kohorte].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2014; 35 (3): 201-209

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde der Zusammenhang zwischen dem Abstand der Wohnung der Mutter zu Quellen extrem niederfrequenter elektromagnetischer Felder und den negativen Auswirkungen auf die Schwangerschaft in einer Kohortenstudie in Großbritannien untersucht.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio (OR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Abstand zwischen Wohnung der Mutter und Hochspannungsfreileitung: > 50 m
Gruppe 2 Abstand zwischen Wohnung der Mutter und Hochspannungsfreileitung: ≤ 50 m
Referenzgruppe 3 Abstand zwischen Wohnung der Mutter und Hochspannungsfreileitung: > 100 m
Gruppe 4 Abstand zwischen Wohnung der Mutter und Hochspannungsfreileitung: ≤ 100 m
Referenzgruppe 5 Abstand zwischen Wohnung der Mutter und Hochspannungsfreileitung: > 200 m
Gruppe 6 Abstand zwischen Wohnung der Mutter und Hochspannungsfreileitung: ≤ 200 m

Population

Studiengröße

Typ Wert
Anzahl auswertbar 140.356
Statistische Analysemethode: ( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Weniger als 1% der Frauen wohnten in einem Abstand von bis zu 200 m zu einer Hochspannungsleitung, einer Umspannstation oder einem Strommast entfernt.
Es wurde kein statistisch signifikant erhöhtes Risiko für negative Auswirkungen auf die Schwangerschaft im Zusammenhang mit einem Abstand der Wohnung der Mutter von bis zu 50 m zu den Quellen extrem niederfrequenter elektromagnetischer Felder beobachtet. Es wurde ein geringeres mittleres Geburtsgewicht (-212 g; KI: -395 bis -29 g) in der Nähe einer ELF-MF-Quelle gefunden, am stärksten bei weiblichen Neugeborenen (-251 g; KI -487 bis -15 g).
Die Autoren schlussfolgern, dass das Wohnen nahe (50 m oder weniger) zu einer Quelle extrem niederfrequenter elektromagnetischer Felder während der Schwangerschaft, mit einem suboptimalen Wachstum im Mutterleib im Zusammenhang steht, mit einer stärkeren Wirkung bei weiblichen als bei männlichen Neugeborenen. Jedoch wohnen nur wenige schwangere Frauen so nahe zu Hochspannungsleitungen, Umspannstationen und Strommasten, wodurch die Bedeutung für die Bevölkerung wahrscheinlich eingeschränkt ist.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die Exposition wurde nicht durch Messungen bestimmt.

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