Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Stillbirth and residential proximity to extremely low frequency power transmission lines: a retrospective cohort study. epidem.

[Totgeburt und Wohnnähe zu extrem niederfrequenten Hochspannungsfreileitungen: eine retrospektive Kohorten-Studie].

Veröffentlicht in: Occup Environ Med 2012; 69 (2): 147-149

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde der Zusammenhang zwischen Totgeburten und der Wohnnähe zu extrem niederfrequenten Hochspannungsfreileitungen in einer Kohortenstudie in Kanada untersucht.

Weitere Details

Die Totgeburten wurden in frühe vorzeitige (< 28 Schwangerschaftswochen), vorzeitige (28 - 36 Wochen) und späte (≥ 37 Wochen) Totgeburten unterteilt.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio (OR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Gruppe 1 Abstand zwischen Wohnung und Hochspannungsfreileitung: < 25 m
Gruppe 2 Abstand zwischen Wohnung und Hochspannungsfreileitung: 25 - 49,9 m
Gruppe 3 Abstand zwischen Wohnung und Hochspannungsfreileitung: 50 - 74,9 m
Gruppe 4 Abstand zwischen Wohnung und Hochspannungsfreileitung: 75 - 99,9 m
Referenzgruppe 5 Abstand zwischen Wohnung und Hochspannungsfreileitung: ≥ 100 m

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 2.033
Statistische Analysemethode: ( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

3,5 % der Totgeburten (n=72) wurden in einem Abstand von bis zu 100 m zwischen Wohnung und Hochspannungsfreileitung und 16 Totgeburten (0,8 %) in einem Abstand von bis zu 25 m beobachtet .
Die Ergebnisse zeigten keinen Zusammenhang zwischen vorzeitiger Totgeburt und der Wohnnähe zu extrem niederfrequenten Hochspannungsfreileitungen. Das Risiko für späte Totgeburten in einem Abstand von weniger 25 m war größer im Vergleich zu einem Abstand von 100 m und mehr (OR 2,25; KI 1,14-4,45), jedoch war keine Dosis-Wirkungsbeziehung erkennbar.
Die Autoren schlussfolgerten, dass ein Zusammenhang zwischen Totgeburt und Wohnnähe zu Hochspannungsfreileitungen unwahrscheinlich ist, da ein Wirkungsmechanismus, der auf späte, jedoch nicht auf vorzeitige Totgeburten zutrifft, schwer zu finden ist.

Studie gefördert durch

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