Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Association between Extremely Low-Frequency Electromagnetic Fields Occupations and Amyotrophic Lateral Sclerosis: A Meta-Analysis. epidem.

[Zusammenhaung zwischen Berufen mit extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feldern und amyotropher Lateralsklerose: eine Meta-Analyse].

Veröffentlicht in: PLoS One 2012; 7 (11): e48354

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde eine Meta-Analyse zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen beruflicher Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern und dem Risiko für amyotrophe Lateralsklerose durchgeführt.

Weitere Details

Folgende 17 Studien wurden in die gepoolte Analyse einbezogen: Deapen et al. (1986), Gunnarsson et al. (1991), Gunnarsson et al. (1992), Strickland et al. (1996), Davanipour et al. (1997), Savitz et al. (1988a), Savitz et al. (1988b), Johansen et al. (2000), Noonan et al. (2002), Feychting et al. (2003), Hakansson et al. (2003), Weisskopf et al. (2005), Park et al. (2005), Röösli et al. (2007), Sorahan et al. (2007), Fang et al. (2009) und Parlett et al. (2011).
Es wurden detaillierte Analysen unter Berücksichtigung des Studiendesigns, der Methode der Expositions-Abschätzung und den Diagnose-Kriterien durchgeführt. Von den siebzehn Studien waren neun vom Studientyp Fall-Kontroll-Studie und acht vom Studientyp Kohortenstudie. In sieben Studien wurde die Exposition anhand der Berufsbezeichnung bestimmt, in fünf Studien anhand einer Job-Exposure-Matrix und in fünf Studien mit beiden Methoden. In sechs Studien wurde die klinische Diagnose zur Feststellung von amyotropher Lateralsklerose verwendet, in den restlichen die Sterbeurkunde

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio (OR))

Exposition

Abschätzung

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 7.307.441
Sonstiges:

Fall-Kontroll-Studien: 9506 Fälle und 4946 Kontrollen; Kohortenstudien: 7 292 989 Personen mit 3175 Fällen

Statistische Analysemethode:

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Berufliche Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern hing signifikant mit einem erhöhten Risiko für amyotrophe Lateralsklerose in gepoolten Studien (RR 1,29; KI 1,02-1,62) und in Fall-Kontroll-Studien (OR 1,39; KI 1,05-1,84), jedoch nicht in Kohortenstudien (RR 1,16; KI 0,80-1,69) zusammen. In Teilanalysen wurde ein ähnlicher signifikanter Zusammenhang beobachtet, wenn die Exposition anhand der Berufsbezeichnung bestimmt wurde, jedoch nicht bei Anwendung einer Job-Exposure-Matrix. Außerdem wurde ein signifikanter Zusammenhang in Studien mit Fällen gefunden, die klinisch diagnostiziert wurden, jedoch nicht in Studien mit auf den Sterbeurkunden dokumentierten Fällen.
Die Daten weisen auf einen leichten, jedoch signifikanten Anstieg des Risikos für amyotrophe Lateralsklerose bei Arbeitern mit Berufsbezeichnungen hin, die mit einem relativ hoher Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern verbunden sind. Möglicher Bias kann nicht ausgeschlossen werden. Stromschläge oder andere unbekannte Variablen in Verbindung mit elektrischen Berufen, anstatt der Magnetfeld-Exposition, könnten für den beobachteten Zusammenhang mit amyotropher Lateralsklerose verantwortlich sein.

Studie gefördert durch

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