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Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

2.45 GHz microwave irradiation-induced oxidative stress affects implantation or pregnancy in mice, Mus musculus.

[2,45 GHz-Mikrowellen-Befeldungs-induzierter oxidativer Stress beeinflusst die Implantation oder Trächtigkeit bei Mäusen, Mus musculus].

Veröffentlicht in: Appl Biochem Biotechnol 2013; 169 (5): 1727-1751

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte die Stress-Reaktion auf eine schwache 2,45 GHz Mikrowellen-Exposition und deren Wirkung auf die Implantation oder Trächtigkeit bei weiblichen Mäusen untersucht werden.
Hintergrund/weitere Details: Weibliche Mäuse wurden auf zwei Gruppen (n=6 pro Gruppe) aufgeteilt und 45 Tage lang exponiert oder schein-exponiert. Nach 20 Tagen Exposition wurden jeweils zwei Mäuse für 5 Tage mit einem Männchen gepaart. Währenddessen wurden die weiblichen Mäuse weiterhin exponiert. Anschließend wurden die Mäuse wiederrum 20 Tage exponiert.
Das ganze Experiment wurde wiederholt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 2,45 GHz
Modulationsart: CW
Expositionsdauer: kontinuierlich für 2 h/Tag an 45 Tagen
Exposition 1
Hauptcharakteristika
Frequenz 2,45 GHz
Typ
Charakteristik
Expositionsdauer kontinuierlich für 2 h/Tag an 45 Tagen
Modulation
Modulationsart CW
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 25 cm
Aufbau 10 cm long pyramidal horn antenna (throat and mouth dimensions were 7.2 cm x 3.2 cm and 9 cm x 5 cm) placed above the cage; 19.2 cm x 17.6 cm x 15 cm cage made of pine wood, divided into six 6 cm x 8 cm x 15 cm compartments, each holding one mouse during exposure; 1 cm holes drilled into the sides and partition walls, and upper part of the cage kept open for ventilation; mice restrained in the compartments; upper side of the walls, partition walls and base of the cage covered with carbon-impregnated styrofoam microwave absorbers; cage placed on and covered from all sides with microwave absorbers; cage tied to the absorber unit to avoid a change in position in regard to the antenna
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistung 64,776 mW - geschätzt - -
Leistungsflussdichte 0,033549 mW/cm² - berechnet - -
SAR 0,023023 W/kg - geschätzt Ganzkörper -
Referenzartikel
  • Chaturvedi CM et al. (2011): 2.45 GHz (CW) microwave irradiation alters circadian organization, spatial memory, DNA structure in the brain cells and blood cell counts of male mice, Mus musculus.
Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

In der exponierten Gruppe wurden im Vergleich zur schein-exponierten Gruppe eine ungleiche/asymmetrische Verteilung der Embryonen in den zwei Uterus-Hörnern und reduzierte Zwischenräume zwischen den einzelnen Embryonen gefunden. Außerdem wurden in der exponierten Gruppe keine Jungen geboren, während in der schein-exponierten Gruppe eine normale Wurfgröße (6-10) erreicht wurde.
In der exponierten Gruppe war der Gehalt an Hämoglobin, die Anzahl der Erythrozyten und der Leukozyten sowie das Verhältnis zwischen Neutrophilen und Lymphozyten im Vergleich zur Schein-Exposition signifikant erhöht.
Im Comet-Assay zeigten die Gehirn-Zellen von exponierten Mäusen DNA-Schäden (signifikant längeres Schweif-Moment, längere Schweiflänge, höherer DNA-Gehalt im Schweif) im Vergleich zu den Gehirn-Zellen der schein-exponierten Mäuse.
In der exponierten Gruppe fanden sich verglichen mit der Kontrolle signifikant verringerte Nitrit- und Nitrat-Werte im Plasma.
Der Gehalt an Östradiol und Progesteron im Plasma war in der exponierten Gruppe im Vergleich zur Schein-Exposition erhöht, jedoch wies nur der Östradiol-Wert eine Signifikanz auf.
In Niere, Leber und Eierstock der exponierten Gruppe wurden im Vergleich zur schein-exponierten Gruppe signifikant höhere Gehalte an reaktiven Sauerstoffspezies gemessen.
Bezüglich der Antioxidations-Enzymaktivitäten wurden in Niere, Leber und Eierstock der exponierten Mäuse im Vergleich zu den Werten aus den Organen schein-exponierter Mäuse signifikant geringere Aktivitäten der Superoxid-Dismutase, der Katalase und der Glutathionperoxidase festgestellt.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine schwache 2,45 GHz Mikrowellen-Exposition einen Einfluss auf die Implantation und die Trächtigkeit bei Mäusen haben könnte, vermittelt durch oxidativen Stress.
Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

  • Indian Council of Medical Research (ICMR), India

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