Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

2.45 GHz (CW) microwave irradiation alters circadian organization, spatial memory, DNA structure in the brain cells and blood cell counts of male mice, Mus musculus. med./bio.

[2,45 GHz (CW) Mikrowellen-Befeldung verändert die zirkadiane Organisation, das räumliches Gedächtnis, die DNA-Struktur in den Gehirnzellen und Blutzellen-Zählungen von männlichen Mäusen, Mus musculus].

Veröffentlicht in: Progr Electromagn Res B 2011; 29: 23-42

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen einer 2,45 GHz-Mikrowellen-Exposition auf verschiedene Parameter bei Mäusen untersucht werden, wie das zirkadiane System (motorische Aktivitäts-Muster), Hirn-Funktion (DNA-Schaden, räumliches Gedächtnis), Leber-Funktion, hämatologische und spermatogene Parameter (Spermien-Anzahl, Spermienmotilität).

Hintergrund/weitere Details

10 Mäuse wurden in eine Kontrollgruppe und eine Expositions-Gruppe von je fünf Mäusen aufgeteilt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 2,45 GHz
Modulationsart: CW
Expositionsdauer: kontinuierlich für 2 h/Tag an 30 Tagen

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 2,45 GHz
Typ
Charakteristik
Expositionsdauer kontinuierlich für 2 h/Tag an 30 Tagen
Modulation
Modulationsart CW
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 25 cm
Aufbau five mice placed in a 25 cm x 16 cm x 6.5 cm cage with individual partitions for each mouse; cage made of polyethylene material and placed on an impregnated styrofoam microwave absorber under the horn antenna with an aperture of 9 cm x 5 cm; during exposure mice restraint in the cage compartments parallel to the E-field
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistung 54 mW - geschätzt - von der Antenne abgestrahlt
Leistung 49,54 mW - berechnet - im Tierkäfig
Leistungsflussdichte 0,02564 mW/cm² - berechnet - -
SAR 0,03561 W/kg räumlicher Mittelwert berechnet Ganzkörper -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Ergebnisse zeigten, dass der größte Teil der motorischen Aktivität der exponierten Tiere während der Lichtphase des Licht-Dunkel-Zyklus (12:12) auftrat. Im Gegensatz dazu war der größte Teil der motorischen Aktivität bei den Tieren vor der Exposition und in einem gewissen Ausmaß auch bei den kurzzeitig-exponierten Tieren (d.h. während der ersten Woche der Exposition) sowie bei den schein-exponierten Tieren auf die Dunkelphase beschränkt.
Die Mikrowellen-Exposition verursachte einen Anstieg der Erythrozyten und Leukozyten-Zahl, einen signifikanten DNA-Einzelstrangbruch in den Gehirn-Zellen und den Verlust des räumlichen Gedächtnisses (es wurde weniger Zeit im Zielquadranten verbracht). Die Spermien-Anzahl und die Spermienmotilität waren bei den exponierten Mäusen im Vergleich zu den Kontrollen nicht verändert. Es gab zwischen den exponierten Mäusen und den Kontrollen keine signifikanten Unterschiede in den Gehalten der beiden Transaminasen.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine kontinuierliche Exposition bei schwacher Mikrowellen-Befeldung eine nachteilige Wirkung auf die Hirn-Funktion haben könnte, indem das zirkadiane System und die Rate des DNA-Schadens verändert werden.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

Themenverwandte Artikel