Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Extremely low-frequency magnetic field exposure, electrical shocks and risk of Parkinson's disease. epidem.

[Extrem niederfrequente Magnetfeld-Exposition, Stromschläge und Risiko für Parkinson-Erkrankung].

Veröffentlicht in: Int Arch Occup Environ Health 2015; 88 (2): 227-234

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer in den Niederlanden durchgeführten Fall-Kontroll-Studie wurde der mögliche Zusammenhang zwischen Parkinson-Krankheit und der Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern und bei Stromschlägen von beruflichen und nicht beruflichen Quellen untersucht.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio (OR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Job-Exposure-Matrix: nur geringe Exposition
Gruppe 2 Job-Exposure-Matrix:mittlere Exposition
Gruppe 3 Job-Exposure-Matrix: starke Exposition
Gruppe 4 Expositions-Dauer: 1 - 8 Jahre
Gruppe 5 Expositions-Dauer: 9 - 23 Jahre
Gruppe 6 Expositions-Dauer: 24 - 55 Jahre
Gruppe 7 Gesamt-Exposition: 1 - 9 Einheit-Jahre
Gruppe 8 Gesamt-Exposition: 10 - 26 Einheit-Jahre
Gruppe 9 Gesamt-Exposition: 27 - 188 Einheit-Jahre
Referenzgruppe 10 Exposition bei Haushaltsgeräten + nicht-berufliches Schweißen: 0 µT-Jahre
Gruppe 11 Exposition bei Haushaltsgeräten + nicht-berufliches Schweißen: > 0 - 2,0 µT-Jahre
Gruppe 12 Exposition bei Haushaltsgeräten + nicht-berufliches Schweißen: > 2,0 - 3,8 µT-Jahre
Gruppe 13 Exposition bei Haushaltsgeräten + nicht-berufliches Schweißen: > 3,8 - 5,7 µT-Jahre
Gruppe 14 Exposition bei Haushaltsgeräten + nicht-berufliches Schweißen: > 5,7 µT-Jahre

Population

Fallgruppe

Kontrollgruppe

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 1.001 -
Anzahl kontaktiert 993 -
Teilnehmerzahl 448 876
Teilnehmerrate 45 % 35 %
Statistische Analysemethode: (Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurde kein Zusammenhang zwischen dem Risiko für Parkinson-Krankheit und der Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern und bei Stromschlägen von beruflichen und nicht beruflichen Quellen gefunden. Allerdings wurde ein ziemlich konsistent erniedrigter Risiko-Schätzer über die meisten untersuchten Expositions-Kategorien beobachtet. Unter Berücksichtigung früherer Studien und dem Fehlen eines postulierten Mechanismus ist es unwahrscheinlich, dass es eine wirklich schützende Wirkung von extrem niederfrequenten Magnetfeldern oder Strom-Schlägen auf das Auftreten der Parkinson-Krankheit gibt.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Ergebnisse darauf hinweisen, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Parkinson-Krankheit und der Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern, Strom-Schlägen und der Tätigkeit in 'elektrischen Berufen' gibt.

Studie gefördert durch

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