Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Time trends (1998-2007) in brain cancer incidence rates in relation to mobile phone use in England. epidem.

[Zeitliche Entwicklung (1998-2007) von Hirntumor-Inzidenzraten in Verbindung mit der Mobiltelefon-Nutzung in England].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2011; 32 (5): 334-339

Ziel der Studie (lt. Autor)

Die zeitliche Entwicklung von neu diagnostizierten Hirntumor-Fällen wurde in England zwischen 1998 und 2007untersucht, um herauszufinden, ob hochfrequente Exposition bei Mobiltelefonen das Risiko für Hirntumor erhöht.

Weitere Details

Die Trends in der Inzidenz-Rate werden nach Geschlecht, Altersgruppen und anatomischer Lage des Hirntumors getrennt ermittelt.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (standardisierte Inzidenzrate (SIR))

Exposition

Abschätzung

Population

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Insgesamt wurden keine Trends in der gesamten Inzidenz von Hirntumoren weder für eines der beiden Geschlechter noch für eine spezifische Altersgruppe gefunden. Es wurde ein systematischer Anstieg in der Rate für Krebs des Schläfenlappens bei Männern (0,04 neue Fälle/Jahr) und bei Frauen (0,02 neue Fälle/Jahr) beobachtet, während die Rate für Krebs des Scheitellappens (-0,03 neue Fälle/Jahr), des Großhirns (-0,02 neue Fälle/ Jahr) und des Kleinhirns (-0,01neue Fälle/Jahr) bei Männern sank.
Die Autoren schlussfolgerten, dass die gestiegene und weitverbreitete Nutzung von Mobiltelefonen nicht zu einem erkennbaren Anstieg in der Inzidenz von Hirntumoren in England zwischen 1998 und 2007 geführt hat. Der beobachtete Anstieg in der Inzidenz-Rate von Krebs im Schläfenlappen würde, falls von der Nutzung von Mobiltelefonen verursacht, zu weniger als 1 Fall pro 100 000 Personen in 10 Jahren beitragen. Die Autoren interpretierten die Daten als Hinweis auf eine nicht dringende Notwendigkeit für die Einführung eines Vorsorgeprinzips, um die Exposition bei Mobiltelefonen mit Hilfe von bevölkerungsweiten Interventionen zu vermindern.

Studie gefördert durch

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