Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Changes in brain glioma incidence and laterality correlates with use of mobile phones - a nationwide population based study in Israel. epidem.

[Veränderungen der Gliom-Inzidenz und -Lateralität korrelieren mit der Nutzung von Mobiltelefonen - eine landesweite bevölkerungsbasierte Studie in Israel].

Veröffentlicht in: Asian Pac J Cancer Prev 2012; 13 (11): 5857-5863

Ziel der Studie (lt. Autor)

In dieser Studie wurden der Langzeit-Trend der Gliom-Inzidenz und Veränderungen in der Tumor-Lateralität in der Bevölkerung von Israel in einem über 30-jährigen Zeitraum beobachtet.

Weitere Details

1000 Erwachsene wurden nach der bevorzugten Seite des Kopfs befragt, an die das Mobiltelefon gehalten wird.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (standardisierte Inzidenzrate)

Exposition

Abschätzung

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 5.263
Sonstiges:

7,5 Millionen Einwohner in Israel

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Im Jahr 1994 besaßen 2% der israelischen Bevölkerung ein Mobiltelefon, drei Jahre später 29% und im Jahr 2000 67%. Im Jahr 2003 erreichte die Verbreitungsrate 100% und Ende 2009 wurden 9,6 Millionen Mobiltelefone von 7,5 Millionen Einwohnern benutzt, dies ergibt eine Verbreitungsrate von 128%.
Es wurde eine Abnahme in der Inzidenz der niedriggradigen Gliome beobachtet, die mit der Einführung der Mobilfunk-Technologie korreliert (standardisierte Inzidenzraten von 2.57, 2.34 und 2.79 pro 100000 Einwohner in dem Zeitraum 1980-1994 im Vergleich zu 1.72, 1.82 und 1.57 in den letzten drei 5-Jahres-Zeiträumen von 1994-2000). Die Inzidenz-Raten für hochgradige Gliome stiegen signifikant von 1980-2009 an, jedoch wurde in dem Zeitraum nach der Einführung von Mobiltelefonen (1994-2009) ein geringerer, nicht-signifikanter Anstieg bei den Männern und ein geringerer signifikanter Anstieg bei den Frauen beobachtet. Es wurde eine Verschiebung in Richtung der linksseitigen Tumor-Lage bei Gliomen insgesamt und auch getrennt für niedriggradige und hochgradige Glioma ab 1995 beobachtet. Diese Verschiebung war auffälliger bei denjenigen, denen im Alter von 20-49 Jahren die Diagnose gestellt wurde.
Die Autoren schlussfolgerten, dass eine statistisch signifikante Abnahme der Inzidenz von niedriggradigen Gliomen in einem über 30-jährigen Zeitraum gefunden wurde, die mit der Einführung der Mobilfunk-Technologie einhergeht. Desweiteren wurde eine Verschiebung in der Lateralität zu linksseitigen Tumoren bei niedrig- und hochgradigen Gliomen beobachtet.

Studie gefördert durch

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