Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Los Angeles study of residential magnetic fields and childhood brain tumors. epidem.

[Los Angeles-Studie zu häuslichen Magnetfeldern und Hirntumor in der Kindheit].

Veröffentlicht in: Am J Epidemiol 1996; 143 (2): 105-119

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde eine retrospektive Fall-Kontroll-Studie in den USA durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen der Exposition bei häuslichen Magnetfeldern und Hirntumor in der Kindheit zu untersuchen.

Weitere Details

Die Exposition bei Magnetfeldern wurde durch 24-stündige Messungen, Punktmessungen, Wire-Code-Klassifizierung und Fragen zur Nutzung von elektrischen Geräten im Haushalt abgeschätzt.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio)

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Gruppe 1 24-stündige Messung im Kinderzimmer: > 0,2 µT
Gruppe 2 24-stündige Messung im Kinderzimmer: > 0,25 µT
Gruppe 3 24-stündige Messung im Kinderzimmer: > 0,3 µT
Gruppe 4 24-stündige Messung im anderen Zimmer: > 0,2 µT
Gruppe 5 24-stündige Messung im anderen Zimmer: > 0,25 µT
Gruppe 6 24-stündige Messung im anderen Zimmer: > 0,3 µT
Gruppe 7 Punktmessung an der Haustür: > 0,2 µT
Gruppe 8 Punktmessung an der Haustür: > 0,25 µT
Gruppe 9 Punktmessung an der Haustür: > 0,3 µT
Gruppe 10 statische Magnetfelder im Außenbereich: 0,332-0,477 µT
Gruppe 11 statische Magnetfelder im Außenbereich: 0,478-0,489 µT
Gruppe 12 statische Magnetfelder im Außenbereich: 0,490-0,503 µT
Gruppe 13 statische Magnetfelder im Außenbereich: 0,504-0,637 µT
Gruppe 14 statische Magnetfelder im Innenbereich: 0,303-0,468 µT
Gruppe 15 statische Magnetfelder im Innenbereich: 0,469-0,480 µT
Gruppe 16 statische Magnetfelder im Innenbereich: 0,481-0,497 µT
Gruppe 17 statische Magnetfelder im Innenbereich: 0,498-0,589 µT
Gruppe 18 Wire Code: unterirdische Kabel
Gruppe 19 Wire Code: geringe und normale Niederstrom-Konfiguration (VLCC + OLCC)
Gruppe 20 Wire Code: normale Hochstrom-Konfiguration (OHCC)
Gruppe 21 Wire Code: erhöhte Hochstrom-Konfiguration (VHCC)
Gruppe 22 Nutzung während der Schwangerschaft: elektrische Heizdecke
Gruppe 23 Nutzung während der Schwangerschaft: elektrisches Wasserbett
Gruppe 24 Nutzung während der Schwangerschaft: elektrische Uhr
Gruppe 25 Nutzung während der Schwangerschaft: elektrisches Heizgerät
Gruppe 26 Nutzung während der Schwangerschaft: Mikrowellen-Gerät
Gruppe 27 Nutzung während der Schwangerschaft: Sprechfunk
Gruppe 28 Nutzung vom Kind: elektrische Heizdecke
Gruppe 29 Nutzung vom Kind: elektrisches Wasserbett
Gruppe 30 Nutzung vom Kind: elektrische Uhr
Gruppe 31 Nutzung vom Kind: elektrisches Heizgerät
Gruppe 32 Nutzung vom Kind: Mikrowellen-Gerät
Gruppe 33 Nutzung vom Kind: Sprechfunk
Gruppe 34 Nutzung vom Kind: Haarföhn
Gruppe 35 Nutzung vom Kind: Lockenstab
Gruppe 36 Nutzung vom Kind: Schwarz-weiß-Fernsehgerät
Gruppe 37 Nutzung vom Kind: Babyfunk

Population

Fallgruppe

Kontrollgruppe

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 437 433
Anzahl kontaktiert 352 405
Teilnehmerzahl 298 298
Statistische Analysemethode:

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Insgesamt zeigten die Ergebnisse keinen Anstieg im Risiko der Entwicklung eines Hirntumors im Kindesalter mit ansteigender Exposition bei Magnetfeldern, die durch 24-stündige Messungen, Punktmessungen oder Wire-Code-Klassfizierung abgeschätzt wurden. Jedoch bei der Beschränkung auf sehr hohe Magnetfeld-Exposition im Haus (> 0,3 µT) stimmten die Ergebnisse mit der Hypothese eines erhöhten Risikos überein, obgleich die Anzahl der Personen, die in Häusern mit sehr hohen Feldern im Innenbereich wohnten, zu gering war, um eine Wirkung deutlich festzustellen.
Die Autoren schlussfolgerten, dass in Gebiet von Los Angeles, in dem die Magnetfelder in den Häusern relativ niedrig im Vergleich mit anderen geographischen Gebieten ist, Hochspannungsfreileitungen anscheinend nicht mit dem Risiko für Hirntumor bei Kindern zusammenhängen.

Einschränkungen (lt. Autor)

Der Anteil der Wohnung mit Magnetfeldern über 0,3 µT war zu klein, um einen moderate Effekt von dem Ausmaß, wie es in anderen Studien berichtet wurde, aufzudecken.

Studie gefördert durch

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