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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Childhood leukemia and electromagnetic fields: results of a population-based case-control study in Germany.

[Kinder-Leukämie und elektromagnetische Felder: Ergebnisse einer bevölkerungsbezogenen Fall-Kontroll-Studie in Deutschland].

Veröffentlicht in: Cancer Causes Control 1997; 8 (2): 167-174

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde der Zusammenhang zwischen häuslichen, extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feldern und Kinder-Leukämie in einer bevölkerungsbezogenen Fall-Kontroll-Studie in Deutschland untersucht.

Weitere Details

Die Magnetfeld-Exposition wurde mit zwei verschiedenen Methoden der Expositions-Abschätzung ermittelt: Messung über 24 Stunden im Kinderzimmer der Wohnung, in der das Kind vor Diagnosestellung am längsten gewohnt hat, und Kurzzeit-Messungen in allen Wohnungen, in denen das Kind länger als ein Jahr gewohnt hat. Die Exposition wurde in hoch (0,2 µT und mehr) und niedrig (unter 0,2 µT) eingeteilt.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz
(Odds Ratio)

Exposition

Abschätzung

  • Fragebogen
  • Befragung
  • Messung: 24-Stunden-Messung im Kinderzimmer und im Wohnzimmer (alle 15 Sekunden); Kurzzeit-Messung innerhalb der Wohnung; Punktmessungen (um Quellen erhöhter Magnetfelder aufzufinden)
  • Berechnung: Median während der Nacht (22 - 6 Uhr)

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 Median der 24-Stunden-Messung im Kinderzimmer: < 0,2 µT
Gruppe 2 Median der 24-Stunden-Messung im Kinderzimmer: ≥ 0,2 µT
Referenzgruppe 3 Mittel der 24-Stunden-Messung im Kinderzimmer: < 0,2 µT
Gruppe 4 Mittel der 24-Stunden-Messung im Kinderzimmer: ≥ 0,2 µT
Referenzgruppe 5 Median während der Nacht: < 0,2 µT
Gruppe 6 Median während der Nacht: ≥ 0,2 µT
Referenzgruppe 7 Mittel der Mediane der 24-Stunden-Messungen im Kinder- und Wohnzimmer: < 0,2 µT
Gruppe 8 Mittel der Mediane der 24-Stunden-Messungen im Kinder- und Wohnzimmer: ≥ 0,2 µT
Referenzgruppe 9 Kurzzeit-Messung in der Wohnung, in der das Kind am längsten wohnte: < 0,2 µT
Gruppe 10 Kurzzeit-Messung in der Wohnung, in der das Kind am längsten wohnte: ≥ 0,2 µT
Referenzgruppe 11 Maximum der Kurzzeit-Mess. in allen Wohnungen, in denen das Kind > 1 Jahr wohnte: < 0.2 µT
Gruppe 12 Maximum der Kurzzeit-Mess. in allen Wohnungen, in denen das Kind > 1 Jahr wohnte: ≥ 0.2 µT

Population

  • Gruppe:
    • Kinder
  • Alter: 0–14 Jahre
  • Beobachtungszeitraum: Juli 1988 - Juni 1993
  • Studienort: Deutschland (Niedersachsen)

Fallgruppe

Kontrollgruppe

  • örtliche und landesweite Kontrolle
  • Auswahl:
    • populationsbezogen
  • Matching:
    • Geburtsdatum
    • Fall:Kontrolle = 1:2

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 219 -
Anzahl auswertbar 129 328
Statistische Analysemethode:
  • konditionale logistische Regression
( Anpassung:
  • Geschlecht
  • sozioökonomischer Status
  • Alter bei Diagnose, Grad der Verstädterung
)

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Der Median der 24-Stunden-Messung im Kinderzimmer war die beste Variable zur Expositions-Abschätzung.
Bei einem Magnetfeld über 0,2 µT wurde ein nicht-signifikant erhöhtes Risiko für Kinder-Leukämie beobachtet, allerdings nur auf 4 Fällen und 3 Kontrollen basierend. Die Ergebnisse könnten, obwohl sie nicht signifikant sind, auf einen positiven Zusammenhang zwischen Magnetfeldern und Kinder-Leukämie hinweisen.

Einschränkungen (lt. Autor)

Nur 1,5 % der Studien-Population waren bei Magnetfeldern über 0,2 µT exponiert.

Studie gefördert durch

  • Ministry of Health of Lower Saxony, Germany

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