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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Meta-analysis of extremely low frequency electromagnetic fields and cancer risk: a pooled analysis of epidemiologic studies.

[Meta-Analyse zu extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feldern und dem Krebs-Risiko: eine gepoolte Analyse epidemiologischer Studien].

Veröffentlicht in: Environ Int 2016; 88: 36-43

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer Meta-Analyse wurde der Zusammenhang zwischen extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feldern und dem Krebs-Risiko untersucht.

Weitere Details

Insgesamt wurden 42 Fall-Kontroll-Studien in die Meta-Analyse eingeschlossen. Sie sind unter 'Themenverwandte Artikel' aufgeführt.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz

Exposition

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
    • Kinder
  • Beobachtungszeitraum: 1960 - 2009
  • Studienort: USA, Kanada, Schweden, Norwegen, Dänemark, Frankreich, Italien, Deutschland, Großbritannien, Japan, China, Neuseeland, Brasilien, Iran

Studiengröße

Gesamtzahl 114.141
Sonstiges: 13 259 Fälle und 100 882 Kontrollen
Statistische Analysemethode:

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Insgesamt wurde ein erhöhtes Krebs-Risiko in der Bevölkerung mit einer Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern ermittelt (OR 1,08; KI 1,01-1,15). Die Aufteilung nach Ländern ergab, dass 20 der insgesamt 42 eingeschlossenen Studien in Nordamerika, 18 in Europa und 3 in Asien durchgeführt wurden. Es wurde ein erhöhtes Risiko in Nordamerika (OR 1,10; KI 1,02-1,20), vor allem in den USA (OR 1,10; KI 1,01-1,20), beobachtet. Im Gegensatz dazu wurde kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen der Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern und dem Risiko für Krebs in der Analyse der europäischen Studien gefunden.
Des Weiteren wurde ein erhöhtes Risiko für die Bevölkerung mit häuslicher Exposition beobachtet (OR 1,18; KI 1,02-1,37), jedoch nicht bei beruflicher Exposition oder Exposition durch elektrische Heizdecken sowie andere Haushaltsgeräte. In den analysierten Studien erfolgte die Expositions-Abschätzung mittels Interview anhand eines Fragebogens, Messung oder Berechnung der magnetischen Flussdichte. Es wurde ein erhöhtes Risiko bei Interview basierten Erhebungen (OR 1,16; KI 1,00-1,35) gefunden. Bei Studien mit Messergebnissen wurde ein leicht erhöhtes Risiko nur bei prämenopausalem Brustkrebs (OR 1,23; KI 1,01-1,49) beobachtet.
Die Autoren schlussfolgern, dass die Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern mit einem Risiko für Krebs zusammenhängt, vor allem in den USA und bei der Bevölkerung mit einer häuslichen Exposition. Methodische Probleme könnten die Unterschiede zwischen den Studien erklären.

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