Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Electromagnetic fields and cancer in children residing near Norwegian high-voltage power lines. epidem.

[Elektromagnetische Felder und Krebs bei Kindern, die in der Nähe von Hochspannungsfreileitungen in Norwegen wohnen].

Veröffentlicht in: Am J Epidemiol 1997; 145 (3): 219-226

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte die Hypothese überprüft werden, ob die Exposition bei elektrischen und magnetischen Feldern, die von Hochspannungsfreileitungen erzeugt werden, das Risiko für Krebs im Kindesalter erhöhen. Dazu wurde eine eingebettete Fall-Kontroll-Studie in Norwegen durchgeführt.

Weitere Details

Alle Kinder, die in der Nähe von Hochspannungsfreileitungen lebten, wurden mit dem norwegischen Krebsregister abgeglichen, um die Krebsfälle zu finden. Die Exposition wurde auf der Basis von Entfernung und Anordung der Hochspannungsfreileitungen berechnet.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio)

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 zeitgewichteter Mittelwert der Magnetfeld-Exposition, von Geburt bis zur Diagnose: < 0,05 µT
Gruppe 2 zeitgewichteter Mittelwert der Magnetfeld-Exposition, von Geburt bis zur Diagnose: 0,05 - < 0,14 µT
Gruppe 3 zeitgewichteter Mittelwert der Magnetfeld-Exposition, von Geburt bis zur Diagnose: ≥ 0,14 µT
Referenzgruppe 4 Entfernung zwischen Adresse und nächsten Hochspannungsfreileitung: ≥ 101 m
Gruppe 5 Entfernung zwischen Adresse und nächsten Hochspannungsfreileitung: 51 - 101 m
Gruppe 6 Entfernung zwischen Adresse und nächsten Hochspannungsfreileitung: < 51 m
Referenzgruppe 7 berechnete Magnetfelder, zeitnahe zur Diagnose: < 0,05 µT
Gruppe 8 berechnete Magnetfelder, zeitnahe zur Diagnose: 0,05 - < 0,14 µT
Gruppe 9 berechnete Magnetfelder, zeitnahe zur Diagnose: ≥ 0,14 µT
Gruppe 10 berechnete Magnetfelder im ersten Lebensjahr: 0,05 - < 0,14 µT
Referenzgruppe 11 berechnete Magnetfelder im ersten Lebensjahr: < 0,05 µT
Gruppe 12 berechnete Magnetfelder im ersten Lebensjahr: ≥ 0,14 µT

Population

Fallgruppe

Kontrollgruppe

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 532 2.112
Teilnehmerzahl 500 2.004
Sonstiges:

Kohorte von 168 450 Kindern, die in den ausgewählten Bereichen in mindestens einem der Jahre 1960, 1970, 1980, 1085, 1987 oder 1989 lebten

Statistische Analysemethode: (Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Nur für 10 Krebs-Fälle wurde ein zeitgewichteter Mittelwert der Magnetfeld-Exposition von über 0,2 µT berechnet. Es wurde kein Zusammenhang zwischen dem zeitgewichteten Mittelwert oder der insgesamten Magnetfeld-Exposition und allen Krebsarten, Hirntumoren, Lymphomen und Leukämien im Kindesalter gefunden. Für andere Krebsarten wurde ein erhöhtes Risiko in einigen der höchsten Expositionsgruppen beobachtet.
Die Ergebnisse geben wenig Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen Exposition bei Magnetfeldern und Kinder-Krebs und zeigen keinen Zusammenhang zwischen Leukämie im Kindesalter und Magnetfeldern auf.

Einschränkungen (lt. Autor)

Wegen der geringen Fallzahlen können keine gesicherten Schlussfolgerungen gezogen werden.

Studie gefördert durch

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