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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Residential magnetic fields exposure and childhood leukemia: a population-based case-control study in California.

[Häusliche Exposition bei Magnetfeldern und Kinderleukämie: eine bevölkerungsbasierte Fall-Kontroll-Studie in Kalifornien].

Veröffentlicht in: Cancer Causes Control 2017

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer in den USA durchgeführten Fall-Kontroll-Studie wurde der Zusammenhang zwischen dem Risiko für Kinderleukämie und der Exposition bei Magnetfeldern von Hochspannungsfreileitungen untersucht. Die vorherige Studie von Crespi et al. (2016), die auf dem Abstand zwischen der Wohnadresse bei Geburt und der nächsten Hochspannungsleitungen basierte, wurde erneut mit einer verbesserten Expositionsabschätzung durch Berechnung der Magnetfelder auf der Basis detaillierte Informationen analysiert.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz
(Odds Ratio)

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 magnetische Flussdichte: < 0,1 µT
Gruppe 2 magnetische Flussdichte: ≥ 0,1 - < 0,2 µT
Gruppe 3 magnetische Flussdichte: ≥ 0,2 - < 0,4 µT
Gruppe 4 magnetische Flussdichte: ≥ 0,4 µT

Population

  • Gruppe:
    • Kinder
  • Alter: 0–16 Jahre
  • Beobachtungszeitraum: 1988 - 2008
  • Studienort: USA (Kalifornien)

Fallgruppe

  • Datenquelle: Krebsregister und Geburtenregister von Kalifornien

Kontrollgruppe

  • Auswahl:
    • populationsbezogen
  • Matching:
    • Geschlecht
    • Alter
    • Fall:Kontrolle = 1:1
  • Ausschlusskriterien: Krebs-Diagnose

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Gesamtzahl 6.645 -
Anzahl auswertbar 5.788 5.788
Statistische Analysemethode:
  • unkonditionale logistische Regression
  • konditionale logistische Regression
  • Sensitivitätsanalysen, kubische Spline-Analyse
( Anpassung:
  • Alter
  • Geschlecht
  • Gestationsalter, Geburtsgewicht, Geburtsreihenfolge; Eltern: ethnische Herkunft, Alter, Bildungsstand, Versicherung für Geburt und Schwangerschaftsvorsorge, sozioökonomischer Status
)

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurden ein leicht vermindertes Risiko für Kinderleukämie in den beiden mittleren Expositionsgruppen (Gruppe 2 und 3) und ein leicht erhöhtes Risiko in der Gruppe mit der höchsten Exposition (Gruppe 4: ≥ 0,4 µT) beobachtet (OR 1,50; KI 0,70-3,23; unkonditionale logistische Regression mit Kontrolle für Alter, Geschlecht, ethnische Herkunft und sozioökonomischen Status). Untergruppen- und Sensitivitäts-Analysen sowie konditionelle logistische Regression ergaben ähnliche Ergebnisse. Alle Ergebnisse waren nicht statistisch signifikant.
Die Autoren schlussfolgern, dass die Ergebnisse keinen klaren Hinweis auf ein Risiko für Kinderleukämie im Zusammenhang mit einer höheren Exposition bei Magnetfeldern von Hochspannungsfreileitungen lieferten, jedoch könnten sie als übereinstimmend mit den vorherigen Ergebnissen eines erhöhten Risikos angesehen werden.

Studie gefördert durch

  • Electric Power Research Institute (EPRI), USA
  • National Institute of Environmental Health Sciences/National Institute of Health (NIEHS/NIH), USA

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