Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Prenatal exposure to radiofrequencies: Effects of WiFi signals on thymocyte development and peripheral T cell compartment in an animal model. med./bio.

[Pränatale Exposition bei Hochfrequenzen: Wirkungen von WiFi-Signalen auf die Thymozyten-Entwicklung und das periphere T-Zellen-Kompartiment in einem Tiermodell].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2012; 33 (8): 652-661

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen einer pränatalen (in utero)-Exposition von Mäusen bei WLAN-Signalen auf die Entwicklung und Funktion von Zellen des Immunsystems untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Die Entwicklung des Immunsystems beginnt während der Embryogenese, wird in der fötalen Entwicklung fortgesetzt und es folgt eine postnatale-Reifungsphase, die bei Mäusen einige Wochen dauert. Alle diese Phasen sind hoch empfindlich gegenüber der Wirkung verschiedener schädlicher Stoffe.
Die trächtigen Mäuse wurden auf drei Gruppen aufgeteilt (n=16 pro Gruppe): 1.) Käfigkontrolle, 2.) Schein-Exposition und 3.) Exposition. Die Exposition begann fünf Tage nach der Paarung und endete einen Tag vor dem erwarteten Wurftermin. Die Nachkommen wurden im Alter von 5 Wochen und 26 Wochen untersucht. Zu jedem Zeitpunkt wurden ein männliches und ein weibliches Junges von jeder Mutter getötet, um immunologische Untersuchungen durchzuführen.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 2.451–2.473 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 2 h/Tag an 14 aufeinanderfolgenden Tagen (beginnend 5 Tage nach der Befruchtung, endend 1 Tag vor der erwarteten Geburt)

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 2.451–2.473 MHz
Typ
Signalform
Charakteristik
  • gerichtetes Feld
Expositionsdauer kontinuierlich für 2 h/Tag an 14 aufeinanderfolgenden Tagen (beginnend 5 Tage nach der Befruchtung, endend 1 Tag vor der erwarteten Geburt)
Zusatzinfo single channel WiFi transmission; central frequency 2462 MHz
Modulation
Modulationsart gepulst
Pulsart rechteckig
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer mice restrained in transparent cylindrical polymethyl-methacrylate jigs with the posterior part on the side of the field origin and maintained with the caudal axis parallel to the direction of field propagation
Aufbau two identical 120 cm long TEM cells; signal generated by commercial WiFi access point connected to a notebook via LAN and communicating with a PC using single channel transmission with channel 11; signal directly taken from the access point; daily clockwise rotation of the eight pregnant mice inside each of the two TEM cells used; temperature regulated; mice positioned at the two areas of maximum E-field (4 mice/area), two above and two under each of the two septums
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 4 W/kg Mittelwert über Masse berechnet und gemessen Ganzkörper -

Referenzartikel

  • Pinto R et al. (2010): Dosimetry of a set-up for the exposure of newborn mice to 2.45-GHZ WiFi frequencies.
  • Ardoino L et al. (2005): A radio-frequency system for in vivo pilot experiments aimed at the studies on biological effects of electromagnetic fields.
  • Gatta L et al. (2003): Effects of in vivo exposure to GSM-modulated 900 MHz radiation on mouse peripheral lymphocytes.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Es wurden keine Wirkungen aufgrund der WiFi-Signale während der Schwangerschaft auf den Paarungs-Erfolg, auf die Anzahl der Neugeborenen pro Muttertier und das Körpergewicht der Jungtiere bei der Geburt gefunden.
Die Ergebnisse zeigten keine Expositions-bezogenen Wirkungen auf die Anzahl und die Proliferation sowie auf die Zelldifferenzierung im Thymus und der Milz zu beiden untersuchten Zeitpunkten. Beobachtete Unterschiede waren auf das Alter und/oder das Geschlecht zurückzuführen.
Zusammengefasst unterstützen diese Ergebnisse nicht die Hypothese, dass eine in utero-Exposition bei einem WiFi-Signal eine schädigende Wirkung auf die Entwicklung von Immunzellen bei Mäusen hat.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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