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Mobile phone use and risk of brain tumours: a systematic review of association between study quality, source of funding, and research outcomes.

[Mobiltelefon-Nutzung und das Risiko für Hirntumor: ein systematischer Review zum Zusammenhang zwischen Studienqualität, Fördermitteln und Forschungsergebnissen].

Veröffentlicht in: Neurol Sci 2017; 38 (5): 797-810

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer Meta-Analyse wurde der Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und dem Risiko für Hirntumor untersucht. Des Weiteren sollte analysiert werden, ob die methodische Qualität der Studien und die Herkunft der Fördermittel die Unterschiede in den Ergebnissen erklären können.

Weitere Details

Es wurden folgende 22 Studien eingeschlossen: Hardell et al. 1999, Muscat et al. 2000, Inskip et al. 2001, Auvinen et al. 2002, Hardell et al. 2002, Warren et al. 2003, Hardell et al. 2005, Lönn et al. 2005, Schoemaker et al. 2005, Hardell et al. 2006, Schüz et al. 2006, Takebayashi et al. 2006, Hours et al. 2007, Lahkola et al. 2007, Schlehofer et al. 1990, Lahkola et al. 2008, Takebayashi et al. 2008, Hardell et al. 2010, INTERPHONE Study Group 2010 , INTERPHONE Study Group 2011, Aydin et al. 2011 und Coureau et al. 2015.
Die Studienqualität wurde anhand der modifizierten Newcastle–Ottawa Quality Assessment Scale bewertet. Die Fördermittel der Studien wurden in staatliche, industrielle und gemischte (z.B. Interphone-Projekt) Fördermittel eingeteilt.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz

Exposition

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Studienort: Schweden, Finnland, Dänemark, Norwegen, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, USA, Japan
Statistische Analysemethode:
  • Heterogenitätstest, Zufallseffekt-Modell, Metaregression

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Die Analyse von 14 Fall-Kontroll-Studien zeigte insgesamt keinen Anstieg des Risikos für Hirntumor im Zusammenhang mit Mobiltelefon-Nutzung auf (OR 1,03; KI 0,92-1,14). Jedoch wurde in einer Untergruppe mit einer Mobiltelefon-Nutzungsdauer von 10 Jahren oder länger (oder > 1640 Stunden) ein signifikantes erhöhtes Risiko (OR 1,33; KI 1,07-1,66) auf der Basis von 7 Studien beobachtet.
Die Auswertung nach der Art des Hirntumors zeigte ein nicht-signifikant erhöhtes Risiko für Gliom (OR 1,08; KI 0,94-1,25), ein erniedrigtes Risiko für Meningiom (OR 0,84; KI 0,75-0,93) und ein nicht-signifikant erhöhtes Risiko für Akustikusneurinom (OR 1,04; KI 0,82-1,33).
Studien mit staatlicher sowie industrieller Förderung wiesen einen nicht-signifikanten Anstieg im Risiko für Hirntumor auf (OR 1,07; KI 0,92-1,24 bzw. OR 1,07; KI 0,68-1,69), während in Studien mit gemischter Förderung ein vermindertes Risiko gefunden wurde (OR 0,90; KI 0,84-0,97).
Es wurde eine signifikante positive Korrelation zwischen der Studienqualität (Werte zwischen 5 und 8) und dem Risiko für Hirntumor im Zusammenhang mit Mobiltelefon-Nutzung beobachtet. Qualitativ hochwertigere Studien wiesen einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und dem Risiko für Hirntumor auf. Des Weiteren wurde beobachtet, dass die Fördermittel auch die Qualität der Ergebnisse in den Studien beeinflussen.
Die Autoren schlussfolgerten, dass sie Hinweise für den Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und dem Risiko für Hirntumor, insbesondere bei Langzeitnutzer (≥ 10 Jahre) gefunden haben. Qualitativ hochwertigere Studien zeigten einen Trend zu einem höheren Risiko für Hirntumor, während Studien mit niedrigerer Qualität einen Trend zu einem niedrigeren Risiko bzw. eine schützende Wirkung aufwiesen.

Studie gefördert durch

  • nicht angegeben/keine Förderung

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