Home
Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Case-Control Study on Cellular and Cordless Telephones and the Risk for Acoustic Neuroma or Meningioma in Patients Diagnosed 2000-2003.

[Fall-Kontroll-Studie über Mobil- und Schnurlos-Telefone und das Risiko für Akustikusneurinom oder Meningiom bei Patienten, diagnostiziert in den Jahren 2000-2003].

Veröffentlicht in: Neuroepidemiology 2005; 25 (3): 120-128

Ziel der Studie (lt. Autor)

Eine Fall-Kontroll-Studie zur Nutzung von Mobiltelefonen und Schnurlos-Telefonen und dem Risiko für Hirntumoren wurde in Schweden durchgeführt.

Weitere Details

In dieser Publikation werden die Ergebnisse für gutartige Hirntumoren, vor allem Meningiome und Akustikusneurinome, vorgestellt, während die Ergebnisse zu malignen Hirntumoren in der Publikation 12259 zu finden sind.
Personen, die mit der Nutzung eines Mobil- oder Schnurlos-Telefons innerhalb eines Jahres vor der Diagnose begannen, wurden als nicht exponiert eingestuft.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz
(Odds Ratio)

Exposition

Abschätzung

  • Fragebogen: mittlere Anzahl der täglichen Telefonate und Minuten, Nutzung im Auto mit externer Antenne, Nutzung von Freisprecheinrichtung, Ohr, das meistens während der Anrufe verwendet wird, Beginn der Telefonnummer (zur Unterscheidung zwischen analog und digital)
  • Befragung: zur Ergänzung der Angaben
  • Berechnung: Gesamtnutzungsdauer in Stunden

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 nicht exponiert
Gruppe 2 analog > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 3 analog > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 4 analog > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 5 analog insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 6 analog ≤ 80 h, > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 7 analog ≤ 80 h, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 8 analog ≤ 80 h, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 9 analog ≤ 80 h, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 10 analog > 80 h, > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 11 analog > 80 h, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 12 analog > 80 h, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 13 analog > 80 h, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 14 digital > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 15 digital > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 16 digital > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 17 digital insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 18 digital ≤ 64 h, > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 19 digital ≤ 64 h, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 20 digital ≤ 64 h, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 21 digital ≤ 64 h, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 22 digital > 64 h, > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 23 digital > 64 h, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 24 digital > 64 h, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 25 digital > 64 h, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 26 schnurlos > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 27 schnurlos > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 28 schnurlos > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 29 schnurlos insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 30 schnurlos ≤ 243 h, > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 31 schnurlos ≤ 243 h, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 32 schnurlos ≤ 243 h, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 33 schnurlos ≤ 243 h, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 34 schnurlos > 243 h, > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 35 schnurlos > 243 h, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 36 schnurlos > 243 h, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 37 schnurlos > 243 h, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Alter: 20–80 Jahre
  • Beobachtungszeitraum: Juli 2000 - Dezember 2003
  • Studienort: Schweden (Uppsala/Örebro- und Linköping-Regionen)

Fallgruppe

Kontrollgruppe

  • Auswahl:
    • populationsbezogen
  • Matching:
    • Geschlecht
    • Region
    • 5-Jahres-Altergruppe

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 462 820
Teilnehmerzahl 413 692
Teilnehmerrate 89 % 84 %
Statistische Analysemethode:
  • unkonditionale logistische Regression
( Anpassung:
  • Alter
  • Geschlecht
  • sozioökonomischer Status
  • Diagnosejahr
)

Schlussfolgerung (lt. Autor)

123 Patienten (29,8%) und 233 Kontrollpersonen (33,7%) gaben an, kein Mobil- oder Schnurlos-Telefon verwendet zu haben.
Ein erhöhtes Risiko für Akustikusneurinom und die Nutzung von analogen Mobiltelefonen wurde gefunden. Für Meningiome war das Risiko leicht erhöht, jedoch auf kleinen Fallzahlen basierend.

Studie gefördert durch

  • Cancer och Allergifonden (Cancer and Allergy Foundation), Sweden
  • Örebro Cancer Fund, Sweden
  • Nyckelfonden, Sweden
  • Cancerhjälpen (Cancerhelp), Sweden

Themenverwandte Artikel