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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Mobile phone use and risk of tumors: a meta-analysis.

[Mobiltelefon-Nutzung und Tumor-Risiko: eine Meta-Analyse].

Veröffentlicht in: J Clin Oncol 2009; 27 (33): 5565-5572

Ziel der Studie (lt. Autor)

Der Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und dem Risiko für bösartige und gutartige Tumoren wurde in einer Meta-Analyse von Fall-Kontroll-Studien untersucht.

Weitere Details

Folgende 23 Studien wurden berücksichtigt: Hardell et al. 1999, Muscat et al. 2000, Inskip et al. 2001, Stang et al. 2001, Auvinen et al. 2002, Hardell et al. 2002, Warren et al. 2003, Hardell et al. 2004, Hardell et al. 2005, Hardell et al. 2005, Schoemaker et al. 2005, Hardell et al. 2006, Linet et al. 2006, Lönn et al. 2006, Schüz et al. 2006, Takebayashi et al. 2006, Hardell et al. 2007, Hours et al. 2007, Lahkola et al. 2007, Lahkola et al. 2008, Sadetzki et al. 2008 und Takebayashi et al. 2008.
Die methodische Qualität der Studien wurde auf der Basis der Newcastle-Ottawa-Skala für die Qualität von Fall-Kontroll-Studien in Meta-Analysen eingeschätzt.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz
(Odds Ratio)

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 keine oder seltene Mobiltelefon-Nutzung
Gruppe 2 Mobiltelefon-Nutzung
Gruppe 3 Mobiltelefon-Nutzung 10 Jahre und länger

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Alter: 18–90 Jahre
  • Beobachtungszeitraum: 1994 - 2004
  • Studienort: Schweden, Finnland, Dänemark, Norwegen, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Israel, USA, Japan

Studiengröße

Gesamtzahl 12.344
Statistische Analysemethode:
  • Fixed-Effekt-Modell, Zufallseffekt-Modell

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurde kein Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und dem Risiko für bösartige und gutartige Tumoren in der Analyse von 23 Studien (OR 0,98; KI 0,89-1,07) gefunden. Jedoch wurde ein signifikant positiver Zusammenhang (OR 1,17; KI 1,02-1,36) in den acht Studien (hauptsächlich von Hardell et al.) beobachtet, bei denen während der Befragung der Status des Patienten als Fall oder Kontrolle verblindet worden war, während eine signifikant negative Assoziation (OR 0,85; KI 0,80-0,91) in 15 Studien ohne Verblindung (hauptsächlich Interphone-Studien) gefunden wurde. Ein signifikanter Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung von 10 Jahren und länger und dem Risiko für Tumoren (OR 1,18; KI 1,04-1,34) wurde in der Analyse von 13 Studien mit Daten zur Langzeit-Nutzung beobachtet.
Die Autoren schlussfolgerten, dass es einen möglichen Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und einem erhöhten Risiko für Tumoren gibt. Prospektive Kohortenstudien sind zur Bestätigung der Ergebnisse erforderlich.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die Ergebnisse der Fall-Kontroll-Studien können durch Recall-Bias und Selektionsbias verzerrt sein.

Studie gefördert durch

  • Centers for Disease Control and Prevention (CDC), USA

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