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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Cellular-telephone use and brain tumors.

[Mobiltelefon-Nutzung und Hirntumor].

Veröffentlicht in: N Engl J Med 2001; 344 (2): 79-86

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde in einer Fall-Kontroll-Studie in den USA untersucht, ob die Nutzung von Mobiltelefonen Hirntumore verursacht.

Weitere Details

Nähere Informationen über die Studienmethode sind in der Publikation 8978 enthalten.
Als regelmäßige Nutzung eines Mobiltelefons wurden zwei oder mehr Anrufe pro Woche definiert. Personen, die ein Mobiltelefon weniger als fünfmal in ihrem Leben genutzt hatten oder niemals ein Mobiltelefon auf regulärer Basis (mindestens 2 Anrufe/Woche) nutzten, wurden der Kategorie "nie oder selten" zugeordnet.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz
(relatives Risiko)

Exposition

Abschätzung

  • Befragung: Nutzung von Mobiltelefon, Autotelefon und transportablem Mobiltelefon mit separatem Batteriefach, Kalenderjahr der ersten und letzten Nutzung, Dauer der regelmäßigen Nutzung (mindestens 2 Anrufe/Woche), Minuten/Tag, bevorzugte Hand zum Halten des Gerätes

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 Nutzung von handgehaltenem Mobiltelefon: nie
Gruppe 2 Nutzung von handgehaltenem Mobiltelefon: 1 - 5 mal jemals
Gruppe 3 Nutzung von handgehaltenem Mobiltelefon: > 5 mal jemals
Gruppe 4 Nutzung von handgehaltenem Mobiltelefon: regelmäßige Nutzung
Referenzgruppe 5 durchschnittliche tägliche Nutzung: nie oder selten
Gruppe 6 durchschnittliche tägliche Nutzung: < 3 Minuten
Gruppe 7 durchschnittliche tägliche Nutzung: 3 - < 5 Minuten
Gruppe 8 durchschnittliche tägliche Nutzung: ≥ 15 Minuten
Gruppe 9 durchschnittliche tägliche Nutzung: ≥ 60 Minuten
Referenzgruppe 10 Dauer der regelmäßigen Nutzung: nie oder selten
Gruppe 11 Dauer der regelmäßigen Nutzung: < 0,5 Jahr
Gruppe 12 Dauer der regelmäßigen Nutzung: 0,5 - < 3,0 Jahre
Gruppe 13 Dauer der regelmäßigen Nutzung: ≥ 3,0 Jahre
Gruppe 14 Dauer der regelmäßigen Nutzung: ≥ 5,0 Jahre
Referenzgruppe 15 Gesamtnutzung: niemals oder selten
Gruppe 16 Gesamtnutzung: < 13 Stunden
Gruppe 17 Gesamtnutzung: 13 - 100 Stunden
Gruppe 18 Gesamtnutzung: > 100 Stunden
Gruppe 19 Gesamtnutzung: > 500 Stunden
Referenzgruppe 20 Beginn der Nutzung: nie oder selten
Gruppe 21 Beginn der Nutzung: 1995 bis 1998
Gruppe 22 Beginn der Nutzung: 1993 oder 1994
Gruppe 23 Beginn der Nutzung: ≤ 1992
Gruppe 24 Beginn der Nutzung: < 1990

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Alter: ≥ 18 Jahre
  • Beobachtungszeitraum: Juni 1994 - August 1998
  • Studienort: USA (Krankenhäuser in Boston, Phoenix/Arizona und Pittsburgh)

Fallgruppe

Kontrollgruppe

  • Auswahl:
    • krankenhausbezogen
  • Matching:
    • Geschlecht
    • Alter
    • Ethnie
    • Krankenhaus, Entfernung zum Krankenhaus

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Teilnehmerzahl 782 799
Sonstiges: 489 Fälle mit Gliom, 197 mit Meningiom und 96 mit Akustikusneurinom
Statistische Analysemethode:
  • konditionale logistische Regression
( Anpassung:
  • Alter
  • Geschlecht
  • Region
  • Bildung
  • ethnische Zugehörigkeit, Krankenhaus, Haushaltseinkommen, Interview-Datum, Interviewpartner
)

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Die Nutzung von Mobiltelefonen steht nicht im Zusammenhang mit dem Risiko für die Hirntumore Gliom, Meningiom und Akustikusneurinom. Es wurde kein Zusammenhang mit der Gesamtnutzungsdauer oder Lateralität der Mobiltelefon-Nutzung gefunden.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die Beobachtungszeit war zu kurz, um das Risiko von Langzeit-Vieltelefonierern und für möglicherweise lange Tumor-Latenzzeiten zu beurteilen.

Studie gefördert durch

  • nicht angegeben/keine Förderung

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