Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Mobile phone use and risk of intracranial tumors: A consistency analysis

[Die Nutzung von Mobiltelefon und das Risiko für Hirntumor: eine Konsistenz-Analyse].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2014; 35 (2): 79-90

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde eine Meta-Analyse zu Hirntumor und Mobiltelefon-Nutzung auf der Basis der bis Ende 2012 publizierten Studien durchgeführt, um die Konsistenz der Ergebnisse zu beurteilen, die Sensitivität der Ergebnisse auf Veränderungen im Datensatz zu bewerten und zu versuchen, die Quellen der Heterogenität zwischen den Studien aufzudecken.

Weitere Details

Folgende 29 Publikationen wurden berücksichtigt: Muscat et al. 2000, Muscat et al. 2002, Inskip et al. 2001, Auvinen et al. 2002, Hardell et al. 1999, Hardell et al. 2002, Hardell et al. 2003, Hardell et al. 2005, Hardell et al. 2006, Hardell et al. 2006, Hardell et al. 2006, Christensen et al. 2004, Christensen et al. 2005, Lönn et al. 2004, Lönn et al. 2005, Hepworth et al. 2006, Schüz et al. 2006, Schlehofer et al. 2007, Takebayashi et al. 2006, Takebayashi et al. 2008, Klaeboe et al. 2007, Hours et al. 2007, Schoemaker et al. 2005, Lahkola et al. 2007, Lahkola et al. 2008, Interphone Study Group 2010, Interphone Study Group 2011, Schüz et al. 2011 und Frei et al. 2011.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz
(gemeinsamem RR)

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 keine (regelmäßige) Nutzung
Gruppe 2 (regelmäßige) Nutzung
Gruppe 3 kurzzeitige Nutzung: 0,5 - 6,5 Jahre
Gruppe 4 mittlere Nutzung: 5 - 9 Jahre
Gruppe 5 Langzeit-Nutzung: ≥ 10 Jahre

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Beobachtungszeitraum: 1994 - 2007
  • Studienort: Schweden, Finnland, Dänemark, Norwegen, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Israel, USA, Japan
Statistische Analysemethode:
  • Zufallseffekt-Modell, Meta-Regression, Heterogenität

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Fünf Kombinationen von nicht überschneidenden Studien wurden identifiziert und für jede Kombination wurde das gemeinsame relative Risiko separat für jede Hirntumor-Art berechnet.
Bei Meningiom lagen die gemeinsamen relativen Risiken im Bereich von 0,98 (KI 0,75-1,28) und 1,11 (KI 0,86-1,44) mit einer geringen Heterogenität zwischen den Studien. Große Heterogenität wurde bei den Risiko-Schätzern für Gliom und Akustikusneurinom bei Langzeitnutzern aufgezeigt, die gemeinsamen relativen Risiken lagen zwischen 1,19 (KI 0,86-1,64) und 1,40 (KI 0,96-2,04) bzw. zwischen 1,14 (KI 0,65-1,99) und 1,33 (KI 0,65-2,73). Die Meta-Regression der Studien (ohne gepoolte Analysen) zeigte, dass die methodischen Unterschiede, die in der Variablen 'Studiengruppe' (basierend auf Studiendesign, Fall-Bestätigung, Auswahl der Kontrollen und Expositions-Abschätzung) enthalten sind, zum Großteil die Heterogenität der Ergebnisse erklären. Die gemeinsamen Risikoschätzer, die auf heterogenen Ergebnissen beruhen, sollten nicht überinterpretiert werden.
Die Autoren schlussfolgern, dass insgesamt die Ergebnisse der vorliegenden Meta-Analyse die Hypothese schwächen, dass Mobiltelefon-Nutzung das Auftreten von Hirntumoren bewirkt.

Studie gefördert durch

  • nicht angegeben/keine Förderung

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