Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Genotoxic effects of exposure to radiofrequency electromagnetic fields (RF-EMF) in cultured mammalian cells are not independently reproducible. med./bio.

[Genotoxische Wirkungen einer hochfrequenten elektromagnetischen Feld-Exposition in kultivierten Säugetier-Zellen sind nicht unabhängig reproduzierbar].

Veröffentlicht in: Mutat Res Genet Toxicol Environ Mutagen 2007; 626 (1-2): 42-47

Ziel der Studie (lt. Autor)

Das Ziel der Studie war es, die Ergebnisse des REFLEX-Projektes von unabhängiger Seite zu bestätigen (Details zum REFLEX-Projekt siehe Abschlussbericht), d.h. es sollten genotoxische Wirkungen einer hochfrequenten elektromagnetischen Feld-Exposition untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Es wurden die Expositions-Bedingungen genutzt (1800 MHz, SAR-Wert von 2 W/kg, kontinuierliche Welle, intermittierende Exposition, 5 Minuten Feld an/10 Minuten Feld aus), die zu den stärksten Wirkungen in den früheren Untersuchungen führten (Publikation 11910 ). Es wurden ebenfalls die gleichen Zellen und das gleiche Equipment wie in der früheren Studie genutzt.
Als Positivkontrolle wurde parallel eine Zellkultur bei 2 Gy Gammastrahlen (bei 4 Gy/min) exponiert.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 1.800 MHz
Modulationsart: CW
Expositionsdauer: intermittierend, 5 min an/10 min aus, für 1, 4, 18 und 24 h
Exposition 2: 1.800 MHz
Modulationsart: CW
Expositionsdauer: intermittierend, 5 min an/10 min aus, für 4 und 22 h
Exposition 3: 1.800 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 24 h

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 1.800 MHz
Typ
Charakteristik
  • gerichtetes Feld
Expositionsdauer intermittierend, 5 min an/10 min aus, für 1, 4, 18 und 24 h
Modulation
Modulationsart CW
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer The exposure system has previously been described in detail [Diem et al., 2005]. Two waveguide-based exposure chambers for RF and sham exposure were placed inside a commercial incubator maintained at 37 °C, 5% CO2, and 95% humidity. A computer randomly determined which of the two waveguides was excited.
Aufbau Cells were seeded into 35-mm Petri dishes 24 h prior to RF-EMF exposure.
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo The air temperature difference between the chambers measured at the air-outlet did not exceed 0.1 °C. As a positive control, a parallel culture was exposed to 2 Gy 137Cs gamma-rays at 4 Gy/min.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 2 W/kg Mittelwert - - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 1.800 MHz
Typ
Charakteristik
  • gerichtetes Feld
Expositionsdauer intermittierend, 5 min an/10 min aus, für 4 und 22 h
Modulation
Modulationsart CW
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo As a positive control, a parallel culture was exposed to 2 Gy 137Cs gamma-rays at 4 Gy/min.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 1 W/kg Mittelwert - - -
SAR 2 W/kg Mittelwert - - -

Exposition 3

Hauptcharakteristika
Frequenz 1.800 MHz
Typ
Charakteristik
  • gerichtetes Feld
Expositionsdauer kontinuierlich für 24 h
Modulation
Modulationsart gepulst
Zusatzinfo

GSM basic modulation

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo In some experiments, also continuous exposure with GSM basic modulation was performed at 1 or 2 W/kg for 24 h (data not shown) [Diem et al., 2005].
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 1 W/kg Mittelwert - - -
SAR 2 W/kg Mittelwert - - -

Referenzartikel

  • Diem E et al. (2005): Non-thermal DNA breakage by mobile-phone radiation (1800 MHz) in human fibroblasts and in transformed GFSH-R17 rat granulosa cells in vitro.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Für beide Testsysteme (Comet-Assay und Mikronukleus-Assay) und für beide Zelllinien wurden in unabhängig wiederholten Experimenten klar negative Ergebnisse erhalten. Die Autoren waren nicht in der Lage, die genotoxischen Wirkungen von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern, von denen im REFLEX-Projekt berichtet wurde, zu bestätigen. Die Gründe für den Unterschied zwischen den Daten aus dem REFLEX-Projekt und diesen vorliegenden Experimenten bleiben unklar.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

Replizierte Studien

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