Studientyp: Medizinische/biologische Studie (Beobachtungsstudie)

Micronucleus frequency in buccal mucosa cells of mobile phone users. med./bio.

[Mikronukleus-Häufigkeit in den Zellen der Wangen-Schleimhaut von Handy-Nutzern].

Veröffentlicht in: Toxicol Lett 2010; 193 (1): 124-130

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte die Wirkung einer Handy-Nutzung auf die genomische Instabilität in menschlichen Mundschleimhaut-Zellen untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Die Studie von Yadav et al (2008), in der eine erhöhte Anzahl von Mikronuklei bei Mobiltelefonieren gefunden wurden, sollte wiederholt werden. In der vorliegenden Studie wurde eine höhere Anzahl von Personen (n=131) untersucht und die doppelte Anzahl an Zellen (2000 Zellen/Person) bewertet, um die statistische Aussagekraft zu erhöhen. Außerdem wurde eine andere, DNA-spezifische Färbe-Methode verwendet.
Zur Expositions-Abschätzung füllte jeder Teilnehmer einen Fragebogen zur Mobiltelefon-Nutzung mit Angaben zur wöchentlichen Nutzung, der insgesamten Nutzungsdauer sowie zur Verwendung von Kopfhörern aus. Die Teilnehmer wurden in folgende elf Gruppen eingeteilt: keine Nutzung von Mobiltelefonen, 0-3 h/Woche, >3-6 h/Woche, >6-9 h/Woche, >9-12 h/Woche und >12-15 h/Woche; Nutzungsdauer <5 Jahre, 5-10 Jahre und >10 Jahre sowie Verwendung von Kopfhörern und keine Verwendung.
Als Positivkontrollen im Mikronukleus-Test dienten Zellen von vier Patienten nach einer vierwöchigen Strahlentherapie.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1:
  • nicht spezifiziert
Expositionsdauer: bis zu 15 h/Woche für bis zu 10 Jahren und mehr
-

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz
  • nicht spezifiziert
Typ
Expositionsdauer bis zu 15 h/Woche für bis zu 10 Jahren und mehr
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter

Für diese Exposition sind keine Parameter spezifiziert.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Es wurden keine Unterschiede in der Häufigkeit von Mikronuklei bei Personen mit unterschiedlicher Nutzungsdauer (in Jahren) von Mobiltelefonen gefunden. Es wurde auch kein Unterschied zwischen Headset-Nutzern und Personen, die kein Headset nutzten, beobachtet. Es wurde keine Veränderung in der Mikronuklei-Häufigkeit zwischen Personen mit unterschiedlicher täglicher Nutzungsdauer (h/Woche) gefunden.
Die Autoren folgerten, dass die Mobiltelefon-Nutzung nicht zu einer signifikant höheren Anzahl von Mikronuklei führt. Die Ergebnisse aus der vorangegangenen Studie von Yadav et al (2008) konnten nicht bestätigt werden.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

Replizierte Studien

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