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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Case-control study on radiology work, medical x-ray investigations, and use of cellular telephones as risk factors for brain tumors.

[Fall-Kontroll-Studie zu radiologischer Tätigkeit, medizinischen Röntgen-Untersuchungen und der Nutzung von Mobiltelefonen als Risikofaktoren für Hirntumoren].

Veröffentlicht in: MedGenMed 2000; 2 (2): E2

Ziel der Studie (lt. Autor)

In dieser Studie wurden weitere Analysen des Datenmaterials einer schwedischen Fall-Kontroll-Studie (siehe Publikation 1015) zu dem Risiko für Hirntumor und der Nutzung von Mobiltelefonen, Exposition gegenüber ionisierender Strahlung und Chemikalien durchgeführt.

Weitere Details

Darüber hinaus gibt es eine weitere ähnliche Analyse des Datenmaterials aus derselben Fall-Kontroll-Studie (Publikation 1015) in der Publikation 9009.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz
(Odds Ratio)

Exposition

Abschätzung

  • Fragebogen: Nutzung des Mobiltelefons in Freizeit und beruflich, Jahre, mittl. Dauer in Minuten der täglichen Nutzung, Art (analog und digital), Nutzung von Freisprecheinrichtung, Nutzung im Auto mit externer Antenne, Ohr, mit dem meistens telefoniert wird
  • Befragung: zur Ergänzung der Angaben
  • Berechnung: Gesamtdauer in Stunden

Expositionsgruppen

Gruppe 1 Tumor-Lage Gehirnhälfte, ipsilaterale Mobiltelefon-Nutzung
Gruppe 2 Tumor-Lage Gehirnhälfte, kontrailaterale Mobiltelefon-Nutzung
Gruppe 3 Tumor-Lage Gehirnhälfte, ipsi- und kontralaterale Mobiltelefon-Nutzung
Gruppe 4 Tumor-Lage frontal, frontoparietal, parietal oder parieto-okzipital, ipsilaterale Nutzung
Gruppe 5 Tumor-Lage frontal, frontoparietal, parietal oder parieto-okzipital, kontralaterale Nutzung
Gruppe 6 Tumor-Lage frontal, frontoparietal, parietal oder parieto-okzipital, ipsi- und kontralaterale Nutzung
Gruppe 7 Tumor-Lage temporal, okzipital oder temporoparietal, ipsilaterale Nutzung
Gruppe 8 Tumor-Lage temporal, okzipital oder temporoparietal, kontralaterale Nutzung
Gruppe 9 Tumor-Lage temporal, okzipital oder temporoparietal, ipsi- und kontralaterale Nutzung

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Alter: 20–80 Jahre
  • Beobachtungszeitraum: 1994 - 1996
  • Studienort: Schweden (Regionen von Uppsala-Örebro und Stockholm)

Fallgruppe

Kontrollgruppe

  • Auswahl:
    • populationsbezogen
  • Matching:
    • Geschlecht
    • Alter
    • Region
    • Fall:Kontrolle = 1:2

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 270 -
Anzahl kontaktiert 233 466
Teilnehmerzahl 217 439
Anzahl auswertbar 209 425
Sonstiges: anatomische Lage des Tumors für 198 Patienten verfügbar
Statistische Analysemethode:
  • multivariate Analyse

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Nur Ergebnisse zu Exposition bei elektromagnetischen Feldern werden hier im EMF-Portal aufgeführt.
Es wurde kein Zusammenhang zwischen Berufen mit möglicher Exposition gegenüber extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feldern (z.B. Elektriker, Elektroniker, Leitungsmonteur oder Telekommunikationsarbeiter) und dem Risiko für Hirntumor gefunden. Das Risiko wurde durch die Nutzung eines Bildschirmgeräts nicht erhöht. Ein erhöhtes Risiko für Hirntumor in der anatomischen Lage mit der höchsten Mikrowellen-Dosis wurde bei ipsilateraler Nutzung eines Mobiltelefons beobachtet.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die Ergebnisse zur Mobiltelefon-Exposition basieren auf niedrigen Fallzahlen (13 Fälle) und müssen mit Vorsicht interpretiert werden.

Studie gefördert durch

  • Cancer och Allergifonden (Cancer and Allergy Foundation), Sweden
  • Örebro Cancer Fund, Sweden
  • Swedish Medical Research Council (SMRC), Sweden

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