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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Case-control study on the use of cellular and cordless phones and the risk for malignant brain tumours.

[Fall-Kontroll-Studie zur Nutzung von Mobiltelefonen und Schnurlostelefonen und dem Risiko für bösartigen Hirntumor].

Veröffentlicht in: Int J Radiat Biol 2002; 78 (10): 931-936

Ziel der Studie (lt. Autor)

In dieser Studie wurden weitere Analysen des Datenmaterials einer schwedischen Fall-Kontroll-Studie (siehe Publikation 9105) zur Nutzung von Mobiltelefonen und Schnurlostelefonen und dem Risiko für Hirntumor durchgeführt.

Weitere Details

Darüber hinaus gibt es weitere Analysen des Datenmaterials aus der selben Fall-Kontroll-Studie (Publikation 9105) in den Publikationen 9520, 11953 und 12393.
Personen, die mit der Nutzung eines Mobiltelefons oder Schnurlostelefons innerhalb eines Jahres vor der Diagnose begannen, wurden als nicht exponiert eingestuft.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz
(Odds Ratio)

Exposition

Abschätzung

  • Fragebogen: Telefonart, Nutzungsjahre, Markenname, Beginn der Telefonnummer (Unterscheidung analog und digital), mittl. Anzahl + Minuten der tägl. Telefonate, Nutzung im Auto mit externer Antenne oder Freisprecheinrichtung, bevorzugtes Ohr beim Telefonieren
  • Befragung: zur Ergänzung der Angaben
  • Berechnung: Gesamtnutzungsdauer in Stunden

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 nicht exponiert
Gruppe 2 analog, 450 MHz, jemals genutzt, ipsilateral
Gruppe 3 analog, 450 MHz, jemals genutzt, contralateral
Gruppe 4 analog, 450 MHz, jemals genutzt, abwechselnd ipsi-/contralateral
Gruppe 5 analog, 450 MHz, jemals genutzt, insgesamt
Gruppe 6 analog, 900 MHz, jemals genutzt, ipsilateral
Gruppe 7 analog, 900 MHz, jemals genutzt, contralateral
Gruppe 8 analog, 900 MHz, jemals genutzt, abwechselnd ipsi-/contralateral
Gruppe 9 analog, 900 MHz, jemals genutzt, insgesamt
Gruppe 10 analog, 450 + 900 MHz, jemals genutzt, ipsilateral
Gruppe 11 analog, 450 + 900 MHz, jemals genutzt, contralateral
Gruppe 12 analog, 450 + 900 MHz, jemals genutzt, abwechselnd ipsi-/contralateral
Gruppe 13 analog, 450 + 900 MHz, jemals genutzt, insgesamt
Gruppe 14 digital, insgesamt, ipsilateral
Gruppe 15 digital, insgesamt, contralateral
Gruppe 16 digital, insgesamt, abwechselnd ipsi-/contralateral
Gruppe 17 digital, insgesamt
Gruppe 18 schnurlos, insgesamt, ipsilateral
Gruppe 19 schnurlos, insgesamt, contralateral
Gruppe 20 schnurlos, insgesamt, abwechselnd ipsi-/contralateral
Gruppe 21 schnurlos, insgesamt

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Alter: 20–80 Jahre
  • Beobachtungszeitraum: Januar 1997 - Juni 2000
  • Studienort: Schweden (Uppsala/Örebro-, Stockholm-, Linköping- und Göteborg-Regionen)

Fallgruppe

Kontrollgruppe

  • Auswahl:
    • populationsbezogen
  • Matching:
    • Geschlecht
    • Alter
    • Region
    • Fall:Kontrolle = 1:1

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 1.111 -
Teilnehmerzahl 649 649
Teilnehmerrate 91 % 90 %
Anzahl auswertbar 588 581
Statistische Analysemethode:
  • konditionale logistische Regression
( Anpassung:
  • Alter
  • Geschlecht
  • sozioökonomischer Status
)

Schlussfolgerung (lt. Autor)

18,7% der Fälle und 18,2 % der Kontrollen berichteten die Nutzung von analogen Mobiltelefonen, 34,7 % der Fälle und 33,0 % der Kontrollen die Nutzung von digitalen Mobiltelefonen und 30,4 % der Fälle und 26,5 % der Kontrollen die Nutzung von Schnurlostelefonen.
Insgesamt wurde kein signifikant erhöhtes Risiko für bösartige Hirntumoren bei der Nutzung von Mobiltelefonen und Schnurlostelefonen beobachtet. Bei der ipsilateralen Nutzung von Mobiltelefonen und Schnurlostelefonen wurden signifikant erhöhte Risiken für alle bösartigen Tumoren sowie für Astrozytome gefunden.

Studie gefördert durch

  • Cancer och Allergifonden (Cancer and Allergy Foundation), Sweden
  • Örebro Cancer Fund, Sweden
  • Swedish Work Environment Fund
  • Telia, Sweden

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