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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Cellular telephones and risk for brain tumors: a population-based, incident case-control study.

[Mobiltelefone und das Risiko für Hirntumor: eine bevölkerungsbezogene Fall-Kontroll-Studie zur Inzidenz].

Veröffentlicht in: Neurology 2005; 64 (7): 1189-1195

Ziel der Studie (lt. Autor)

Eine bevölkerungsbezogene Fall-Kontroll-Studie wurde in Dänemark durchgeführt, um einen möglichen Zusammenhang zwischen Hirntumoren und der Nutzung von Mobiltelefonen zu untersuchen. Diese Studie ist Teil des INTERPHONE-Projekts.

Weitere Details

Regelmäßige Nutzung wurde als Nutzung eines Mobiltelefons durchschnittlich einmal wöchentlich in 6 oder mehr Monaten definiert.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz
(Odds Ratio)

Exposition

Abschätzung

  • Befragung: Mobiltelefon jemals genutzt, regelmäßige Nutzung, unterschiedliche Mobiltelefone, Beginn und Ende der regelmäßigen Nutzung für jeden Telefontyp, Anzahl der Anrufe, Dauer der Anrufe, Gebrauch von Geräten mit Mikrophon und von Freisprechanlagen
  • Berechnung: Gesamtzahl der Anrufe, Gesamtzahl der Nutzungsstunden

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 keine regelmäßige Nutzung
Gruppe 2 regelmäßige Nutzung
Referenzgruppe 3 Zeit seit erster Nutzung: keine oder < 1 Jahr
Gruppe 4 Zeit seit erster Nutzung: 1-4 Jahre
Gruppe 5 Zeit seit erster Nutzung: ≤ 5 Jahre
Gruppe 6 Zeit seit erster Nutzung: 5-9 Jahre
Gruppe 7 Zeit seit erster Nutzung: ≥ 10 Jahre
Referenzgruppe 8 Anzahl der jemals getätigten Anrufe: keine oder wenige
Gruppe 9 Anzahl der jemals getätigten Anrufe: 2349
Gruppe 10 Anzahl der jemals getätigten Anrufe: > 2349-≤ 8921
Gruppe 11 Anzahl der jemals getätigten Anrufe: > 8921
Referenzgruppe 12 Gesamtzahl der Nutzungsstunden: keine oder wenige
Gruppe 13 Gesamtzahl der Nutzungsstunden: ≤ 115.6
Gruppe 14 Gesamtzahl der Nutzungsstunden: > 115,6-≤ 467,9
Gruppe 15 Gesamtzahl der Nutzungsstunden: > 467.9
Referenzgruppe 16 Nutzungsstunden 5 Jahre vor Diagnose: keine oder wenige
Gruppe 17 Nutzungsstunden 5 Jahre vor Diagnose: 1-4 Jahre
Gruppe 18 Nutzungsstunden 5 Jahre vor Diagnose: ≥ 5 Jahre, < 57,2 Stunden
Gruppe 19 Nutzungsstunden 5 Jahre vor Diagnose: ≥ 5 Jahre, ≥ 57,2 Stunden
Referenzgruppe 20 Nutzungsintensität: keine oder geringe
Gruppe 21 Nutzungsintensität: < 15 min/Tag
Gruppe 22 Nutzungsintensität: ≥ 15-< 60 min/Tag
Gruppe 23 Nutzungsintensität: ≥ 60 min/Tag
Referenzgruppe 24 Ionisierende Strahlung: keine
Gruppe 25 Ionisierende Strahlung: niedrig für diagnostische Zwecke
Gruppe 26 Ionisierende Strahlung: hoch für diagnostische Zwecke
Gruppe 27 Ionisierende Strahlung: beruflich bedingt
Gruppe 28 Ionisierende Strahlung: Strahlentherapie
Referenzgruppe 29 Ionisierende Strahlung und regelmäßige Mobiltelefon-Nutzung: keine von beiden
Gruppe 30 Ionisierende Strahlung und regelmäßige Mobiltelefon-Nutzung: nur Mobiltelefon-Nutzung
Gruppe 31 Ionisierende Strahlung und regelmäßige Mobiltelefon-Nutzung: nur ionisierende Strahlung
Gruppe 32 Ionisierende Strahlung und regelmäßige Mobiltelefon-Nutzung: beide

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Alter: 20–69 Jahre
  • Beobachtungszeitraum: September 1999 - August 2002
  • Studienort: Dänemark (5 neurochirurgische Abteilungen)

Fallgruppe

Kontrollgruppe

  • Auswahl:
    • populationsbezogen
  • Matching:
    • Geschlecht
    • Alter
    • Region

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 592 -
Teilnehmerzahl 427 822
Teilnehmerrate 74 % 64 %
Sonstiges: Gliom: Anzahl geeignet: 354, Teilnehmeranzahl: 252; Meningioma: Anzahl geeignet: 238, Teilnehmeranzahl: 175
Statistische Analysemethode:
  • unkonditionale logistische Regression
  • Chi-Quadrat-Test
  • Wilcoxon-Test
( Anpassung:
  • Alter
  • Geschlecht
  • Region
  • Bildung
  • Familienstand
)

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Die Ergebnisse belegten keinen Zusammenhang zwischen Hirntumor und der Nutzung von Mobiltelefonen. Die Daten zeigten ein vermindertes Risiko für hochgradige Gliome auf.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die Beobachtungszeit war auf 10 Jahre begrenzt.

Studie gefördert durch

  • European Union (EU)/European Commission
  • Danish Cancer Society
  • International Epidemiology Institute, Maryland, USA
  • GSM Association, UK/Ireland
  • Mobile Manufacturers Forum (MMF), Belgium
  • International Union against Cancer (UICC; Union Internationale Contre le Cancer), Switzerland

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