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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Case-control study of the association between the use of cellular and cordless telephones and malignant brain tumors diagnosed during 2000-2003.

[Fall-Kontroll-Studie über den Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobilfunk- und Schnurlos-Telefonen und bösartigen Hirntumoren, die zwischen 2000 und 2003 diagnostiziert wurden].

Veröffentlicht in: Environ Res 2006; 100 (2): 232-241

Ziel der Studie (lt. Autor)

Eine Fall-Kontroll-Studie zur Nutzung von Mobiltelefonen und Schnurlos-Telefonen und dem Risiko für Hirntumoren wurde in Schweden durchgeführt.

Weitere Details

In dieser Publikation werden die Ergebnisse für maligne Hirntumoren vorgestellt, während die Ergebnisse zu gutartigen Hirntumoren, vor allem Meningiome und Akustikusneurinome, in der Publikation 12068 zu finden sind.
Personen, die mit der Nutzung eines Mobil- oder Schnurlos-Telefons innerhalb eines Jahres vor der Diagnose begannen, wurden als nicht exponiert eingestuft.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz
(Odds Ratio)

Exposition

Abschätzung

  • Fragebogen: mittlere Anzahl der täglichen Telefonate und Minuten, Nutzung im Auto mit externer Antenne, Nutzung von Freisprecheinrichtung, Ohr, das meistens während der Anrufe verwendet wird, Beginn der Telefonnummer (zur Unterscheidung zwischen analog und digital), Netzwerkbetreiber
  • Befragung: zur Ergänzung der Angaben
  • Berechnung: Gesamtnutzungsdauer in Stunden

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 nicht exponiert
Gruppe 2 analog, 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 3 analog, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 4 analog, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 5 analog, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 6 analog, ≤ 80 Stunden, 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 7 analog, ≤ 80 Stunden, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 8 analog, ≤ 80 Stunden, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 9 analog, ≤ 80 Stunden, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 10 analog, > 80 Stunden, 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 11 analog, > 80 Stunden, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 12 analog, > 80 Stunden, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 13 analog, > 80 Stunden, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 14 digital, 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 15 digital, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 16 digital, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 17 digital, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 18 digital, ≤ 64 h, 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 19 digital, ≤ 64 h, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 20 digital, ≤ 64 h, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 21 digital, ≤ 64 h, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 22 digital, > 64 h, 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 23 digital, > 64 h, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 24 digital, > 64 h, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 25 digital, > 64 h, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 26 schnurlos, 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 27 schnurlos, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 28 schnurlos, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 29 schnurlos, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 30 schnurlos, ≤ 243 h,1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 31 schnurlos, ≤ 243 h, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 32 schnurlos, ≤ 243 h, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 33 schnurlos, ≤ 243 h, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 34 schnurlos, > 243 h,1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 35 schnurlos, > 243 h, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 36 schnurlos, > 243 h, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 37 schnurlos, > 243 h, insgesamt, > 1 Jahr Latenzzeit

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Alter: 20–80 Jahre
  • Beobachtungszeitraum: Juli 2000 - Dezember 2003
  • Studienort: Schweden (Uppsala/Örebro- und Linköping-Regionen)

Fallgruppe

Kontrollgruppe

  • Auswahl:
    • populationsbezogen
  • Matching:
    • Geschlecht
    • Alter
    • Region
    • Fall:Kontrolle = 1:1

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 359 820
Teilnehmerzahl 317 692
Teilnehmerrate 88 % 84 %
Statistische Analysemethode:
  • unkonditionale logistische Regression
( Anpassung:
  • Alter
  • Geschlecht
  • sozioökonomischer Status
  • Diagnosejahr
)

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Die Ergebnisse zeigten ein erhöhtes Risiko für bösartige Hirntumoren in Verbindung mit der Nutzung von analogen und digitalen Mobiltelefonen sowie Schnurlostelefonen. Das Risiko stieg mit der Latenzzeit und der Anzahl der zum Telefonieren genutzten Stunden.

Studie gefördert durch

  • Cancer och Allergifonden (Cancer and Allergy Foundation), Sweden
  • Örebro Cancer Fund, Sweden
  • Nyckelfonden, Sweden
  • Cancerhjälpen (Cancerhelp), Sweden

Kommentare zu diesem Artikel

  • Morgan LL (2006): Re: "Cellular phones, cordless phones, and the risks of glioma and meningioma (Interphone Study Group, Germany)".

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