Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Psychophysiological tests and provocation of subjects with mobile phone related symptoms. med./bio.

[Psychophysiologische Tests und Provokation von Testpersonen mit Handy-verbundenen Symptomen].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2006; 27 (3): 204-214

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte die Wirkung der Exposition bei einem Mobilfunk-ähnlichen elektromagnetischen Feld auf Personen untersucht werden, die subjektive Symptome bei der Nutzung von Handys aufweisen.

Hintergrund/weitere Details

Es wurden 20 Testpersonen mit Mobilfunk-verbundenen Symptomen herangezogen und auf 20 Kontrollen ohne Mobilfunk-verbundene Symptome abgestimmt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 900 MHz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 30 min
  • SAR: 1 W/kg Maximum (1 g)
  • SAR: 0,8 W/kg Maximum (10 g)

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 30 min
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 8,5 cm
Kammer The provocation experiments were performed in a specially designed exposure chamber where background levels of both power frequency and radio frequency fields were low enough. The subjects were seated in a semi-reclining chair in front of an LCD computer screen. The antennas were mounted on an adjustable wooden framework surrounding the subject's chair. The antennas were placed one on each side of the subject's head at a distance of 8.5 cm. The head was positioned between two wooden bars in order to ensure a well-defined location during the provocation (exposure/sham).
Aufbau A test GSM 900 mobile phone was used as signal generator. The RF signal was power amplified and fed to a power attenuator unit to adjust the signal level. The signal was further directed to a power divider allowing the signal to reach a power meter and the left or right antenna or a dummy load via a remotely controlled selector. Only the right antenna was used for the RF exposure; the left antenna served solely as a dummy.
Zusatzinfo The subjects were tested on two separate days, one day with sham exposure and one with true exposure in random order.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 1 W/kg Maximum gemessen 1 g -
SAR 0,8 W/kg Maximum gemessen 10 g -

Referenzartikel

  • Huber R et al. (2003): Radio frequency electromagnetic field exposure in humans: Estimation of SAR distribution in the brain, effects on sleep and heart rate.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Es wurden keine signifikanten Unterschiede aufgedeckt, die mit den hochfrequenten Expositions-Bedingungen verbunden waren. Es wurden ebenfalls keine Unterschiede bei den Basiswerten zwischen den Gruppen beobachtet, außer bei der Reaktionszeit, die, als der Test zum ersten Mal durchgeführt wurde, bei den Testpersonen mit Mobilfunk-verbundenen Symptomen ("Fälle") signifikant länger war als bei den Kontrollen. Der Unterschied verschwand, als der Test wiederholt wurde.
Die Fälle unterschieden sich allerdings signifikant von den Kontrollen in Hinblick auf die Herzfrequenz-Variabilität. Die Fälle wiesen ungeachtet der Expositions-Bedingung während der Gedächtnis-Tests und der Flimmerfrequenzanalyse eine Verlagerung zu einer geringeren/höheren Frequenzrate in Richtung einer Sympathikus-Dominanz im autonomen Nervensystem auf (eine höhere Aktivität im Niederfrequenzband sowie eine geringere Aktivität im Hochfrequenzband). Dies könnte als ein Zeichen der Unterschiede in der Regulation des autonomen Nervensystems zwischen Personen mit Mobilfunk-verbundenen subjektiven Symptomen und Personen ohne Symptome gedeutet werden.
Insgesamt unterstützen die Ergebnisse nicht die Hypothese, dass eine Exposition bei Mobilfunk-ähnlichen hochfrequenten Feldern die empfundenen, dem Mobilfunk-zugeschriebenen Symptome erklärt, ebenfalls nicht, dass eine Exposition Gedächtnis-Funktionen beeinträchtigt. Allerdings wurde ein Unterschied zwischen den Fällen und der Kontroll-Gruppe in Hinblick auf die Regulation ihres autonomen Nervensystems und der Arbeitsgedächtnis-Funktionen gezeigt.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

Themenverwandte Artikel