Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie, Review/Survey)

Increased blood-brain barrier permeability in mammalian brain 7 days after exposure to the radiation from a GSM-900 mobile phone. med./bio.

[Erhöhte Blut-Hirn-Schranken-Permeabilität im Gehirn von Säugetieren 7 Tage nach Exposition bei GSM-900 Mobiltelefon-Befeldung].

Veröffentlicht in: Pathophysiology 2009; 16 (2-3): 103-112

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen einer GSM-Mobiltelefon-Befeldung auf die Permeabilität der Blut-Hirn-Schranke von Ratten sieben Tage nach einer einmaligen zweistündigen Exposition untersucht werden. Ebenso sollte untersucht werden, ob sieben Tage nach Exposition derselbe Anstieg der Blut-Hirn-Schranken-Permeabilität festgestellt werden kann wie direkt nach der Exposition (siehe Persson et al. 1997) und 14 Tage nach Exposition (siehe Eberhardt et al. 2008) sowie, ob verschiedene Expositions-Werte (SAR-Werte) zu einer unterschiedlichen Reaktion führen.
Der erste Teil des Artikels enthält ebenfalls eine Literatur-Übersicht zu den Wirkungen (oder dem Fehlen von Wirkungen) einer Mikrowellen-Exposition auf die Blut-Hirn-Schranke.

Hintergrund/weitere Details

48 Ratten wurden bei nicht-thermischen spezifischen Absorptionsraten von 0 mW/kg (n=16), 0,12 mW/kg (n=8), 1,2 mW/kg (n=8), 12 mW/kg (n=8) und 120 mW/kg (n=8) exponiert.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 915 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 2 h

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 915 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 2 h
Modulation
Modulationsart gepulst
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau GSM mobile phone connected via a coaxial cable to the TEM cell; TEM cell cenclosed in a 15 cm x 15 cm x 15 cm wooden box that supports the outer brass net conductor and the central conducting plate; rats placed in 14 cm x 14 cm x 7 cm plastic tray in the TEM cell
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistung 1 mW Spitzenwert - - -
Leistung 10 mW Spitzenwert - - -
Leistung 100 mW Spitzenwert - - -
Leistung 1.000 mW Spitzenwert - - -
SAR 0,12 mW/kg Mittelwert über Masse - Ganzkörper -
SAR 1,2 mW/kg Mittelwert über Masse - Ganzkörper -
SAR 12 mW/kg Mittelwert über Masse - Ganzkörper -
SAR 120 mW/kg Mittelwert über Masse - Ganzkörper -

Referenzartikel

  • Eberhardt JL et al. (2008): Blood-brain barrier permeability and nerve cell damage in rat brain 14 and 28 days after exposure to microwaves from GSM mobile phones.
  • Nittby H et al. (2008): Cognitive impairment in rats after long-term exposure to GSM-900 mobile phone radiation.
  • Salford LG et al. (2008): The mammalian brain in the electromagnetic fields designed by man with special reference to blood-brain barrier function, neuronal damage and possible physical mechanisms.
  • Salford LG et al. (2007): Non-thermal effects of EMF upon the mammalian brain: the Lund experience.
  • Belyaev IY et al. (2006): Exposure of rat brain to 915 MHz GSM microwaves induces changes in gene expression but not double stranded DNA breaks or effects on chromatin conformation.
  • Persson BRR et al. (1997): Blood-brain barrier permeability in rats exposed to electromagnetic fields used in wireless communication.
  • Salford LG et al. (1994): Permeability of the blood-brain barrier induced by 915 MHz electromagnetic radiation, continuous wave and modulated at 8, 16, 50, and 200 Hz.
  • Salford LG et al. (1993): Permeability of the blood-brain barrier induced by 915 MHz electromagnetic radiation, continuous wave and modulated at 8, 16, 50 and 200 Hz.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Eine Albumin-Extravasation war bei den Mobilfunk-exponierten Ratten im Vergleich zu den schein-exponierten Kontrollen nach der siebentägigen Erholungsphase bei einem SAR-Wert von 12 mW/kg statistisch signifikant erhöht. Ebenso gab es auch bei den SAR-Werten von 0,12 mW/kg und 120 mW/kg eine Tendenz zu einer verstärkten Albumin-Extravasation. Es gab eine schwache, aber signifikante Korrelation zwischen den Expositions-Werten (SAR-Werten) und dem Auftreten von Albumin-Extravasations-Foci.
Die Ergebnisse stimmen mit früheren Studien der Autoren überein (siehe oben und "Themenverwandte Artikel"), in denen eine erhöhte Permeabilität der Blut-Hirn-Schrank direkt und 14 Tage nach der Exposition gefunden wurde.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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