Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Does 900 MHz GSM Mobile Phone Exposure Affect Rat Brain? med./bio.

[Beeinträchtigt ein 900 MHz GSM Mobiltelefon das Gehirn von Ratten?]

Veröffentlicht in: Electromagn Biol Med 2004; 23 (3): 201-214

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen einer Handy-Exposition auf die Fettsäure-Zusammensetzung in den Phospholipiden, die Malondialdehyd-Konzentration, die p53-Immunreaktivität und die histologische Struktur des Ratten-Gehirns untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Es wird vermutet, dass die p53-Immunreaktivität mit der Veränderung der Fettsäure-Zusammensetzung in den Phospholipiden verbunden sein könnte. Der Verlust von p53 scheint Zellen für Fettsäuresynthase-Inhibitoren zu sensibilisieren und die Möglichkeit zu erhöhen, dass diese Verbindungen klinisch gegen Malignität hilfreich sein könnten.
Malondialdehyd ist ein Marker für die Lipidperoxidation, freien Radikal-Schaden und oxidativen Stress. Die Lipidperoxidation könnte die p53-Immunreaktivität induzieren.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 890–915 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: täglich wiederholte Exposition, 20 min/Tag für 1 Monat

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 890–915 MHz
Typ
Expositionsdauer täglich wiederholte Exposition, 20 min/Tag für 1 Monat
Modulation
Modulationsart gepulst
Folgefrequenz 217 Hz
Zusatzinfo

DTX (discontinuous transmission mode) was activated. The phones were in speech condition sending a tape of human speech to the base station.

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 0,5 cm
Expositionsraum The rats were confined in Plexiglas cages (20 cm x 10.5 cm x 10 cm) with ventilation holes, and the cellular phones were placed 0.5 cm under the cages.
Aufbau Exposure began after the rats had selected a fixed location and settled into a prone position. The feed point of the antenna was placed under the cage against the brain.
Zusatzinfo For sham exposure, the setup was identical, except that the phone was switched off.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistung 2 W Spitzenwert - - -
Leistung 250 mW Mittelwert - - -
elektrische Feldstärke 13,59 V/m Mittelwert gemessen - -
Leistungsflussdichte 0,047 mW/cm² Mittelwert gemessen - -
SAR 3,13 W/kg Effektivwert berechnet 1 g -
SAR 0,52 W/kg Effektivwert berechnet und gemessen Ganzkörper 0,29-0,87 W/kg

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Es wurden keine histologischen Veränderungen und keine Änderungen in der Zusammensetzung der Gehirn-Phospholipid-Fettsäure-Zusammensetzung gefunden. Die p53-Immunreaktivität wurde durch die Handy-Exposition nicht beeinflusst. Die Malondialdehyd-Konzentration war in den exponierten Gehirnen signifikant höher als in den schein-exponierten Gehirnen. Die Änderung beim Malondialdehyd scheint nicht ausreichend zu sein, um histologische Veränderungen im Gehirn-Gewebe hervorzurufen.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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