Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Human fibroblasts and 900 MHz radiofrequency radiation: evaluation of DNA damage after exposure and co-exposure to 3-chloro-4-(dichloromethyl)-5-hydroxy-2(5h)-furanone (MX). med./bio.

[Humane Fibroblasten und 900 MHz Hochfrequenz-Befeldung: Bewertung des DNA-Schadens nach Exposition und Co-Exposition mit 3-Chloro-4-(Dichloromethyl)-5-Hydroxy-2(5H)-Furanon].

Veröffentlicht in: Radiat Res 2009; 171 (6): 743-751

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen einer 900 MHz Hochfrequenz-Befeldung auf den DNA-Schaden in humanen Haut-Fibroblasten von einer gesunden Testperson und von einer Person mit Turner-Syndrom untersucht werden (um Zellen zu untersuchen, von denen angenommen wird, dass sie besonders empfindlich gegenüber schwach genotoxischen Substanzen sind).

Hintergrund/weitere Details

Die Hochfrequenz-Exposition wurde alleine oder in Kombination mit 3-Chlor-4-Dichlormethyl- 5-Hydroxy-2-5H-Furanon (MX; 25 µM, Verabreichung eine Stunde nach Exposition) durchgeführt, einem bekannten Mutagen und Karzinogen, das während des Chlorens von Trinkwasser entsteht.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 900 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 1 h oder 24 h

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 1 h oder 24 h
Modulation
Modulationsart gepulst
Zusatzinfo

GSM-like signal

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • wire patch cell
Aufbau wire patch cell shielded by a metal grid box and absorbers, placed inside a CO2 incubator
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 1 W/kg - berechnet und gemessen - -

Referenzartikel

  • Palumbo R et al. (2008): Exposure to 900 MHz radiofrequency radiation induces caspase 3 activation in proliferating human lymphocytes.
  • Scarfi MR et al. (2006): Exposure to radiofrequency radiation (900 MHz, GSM signal) does not affect micronucleus frequency and cell proliferation in human peripheral blood lymphocytes: an interlaboratory study.
  • Laval L et al. (2000): A new in vitro exposure device for the mobile frequency of 900 MHz.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Ergebnisse deckten in keiner der beiden Zelltypen eine genotoxische und zytotoxische Wirkungen durch alleinige Hochfrequenz-Befeldung auf. Die MX-Behandlung alleine induzierte einen Anstieg der DNA-Migration im Komet-Assay (Positivkontrolle). Es wurde aber kein Anstieg des MX-induzierten DNA-Schadens in den Zellen beobachtet, die bei Hochfrequenz-Befeldung exponiert wurden (Ko-Exposition). In den Fibroblasten der Turner-Syndrom-Testperson, die für 24 h bei Hochfrequenz-Befeldung exponiert wurden, waren bei den "MX+Hochfrequenz"-exponierten Kulturen alle Parameter im Komet-Assay höher als in den MX-exponierten Kulturen. Allerdings waren diese Unterschiede statistisch nicht signifikant.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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