Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Electromagnetic hypersensitive Finns: Symptoms, perceived sources and treatments, a questionnaire study. epidem.

[Elektrosensible Finnen: Symptome, wahrgenommene Quellen und Behandlungen, eine Fragebogen-Untersuchung].

Veröffentlicht in: Pathophysiology 2013; 20 (2): 117-122

Ziel der Studie (lt. Autor)

Die persönlichen Erfahrungen von Finnen, die sich selbst als von Elektrosensibilität betroffen beschreiben, ihre Symptome, die vermuteten Quellen der Gesundheits-Beschwerden und die Wirksamkeit von medizinischer und komplementären alternativen Therapien sollten in einer Befragung untersucht werden.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:

Exposition

Abschätzung

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 395
Teilnehmerzahl 206
Teilnehmerrate 52 %
Anzahl auswertbar 194

Schlussfolgerung (lt. Autor)

157 der 194 (80,9%) Teilnehmer der Befragung waren Frauen. Vor dem Auftreten von Elektrosensibilität waren die häufigsten gesundheitlichen Beschwerden verschiedene Allergie-Arten (35,1%). Während der akuten Elektrosensibilitäts-Phase standen die am häufigsten auftretende Symptome in Verbindung mit dem Nervensystem: Stress (60,3%), Schlafstörung (59,3%) und Müdigkeit (57,2%).
Die am häufigsten genannten Geräte, die nach den Angaben der Studienteilnehmer zum ersten Auftreten von Elektrosensibilität geführt hatten, waren PC (50,8%) und Mobiltelefon (47,0%). Die am häufigsten angegebenen Geräte, die als Ursache für die meisten Symptome während der akuten Phase genannt wurden, waren Mobiltelefon (53,4%) und PC-Bildschirm (61.3%). Gemäß der Angabe von 76% von 157 Befragten half die Verminderung oder Vermeidung von elektromagnetischen Feldern bei ihrer vollständigen oder teilweisen Genesung.
Die besten Behandlungen der Elektrosensibilität waren Ernährungs-Umstellung (Wirksamkeit: 69,4%), Nahrungsergänzungsmittel (67,8%) und erhöhte körperliche Aktivität (61,6%). Die offiziellen Behandlungsempfehlungen mit Psychotherapie (2,6%) und Medikamenten (-4,2%) waren nicht hilfreich.
Die Autoren schlussfolgern, dass aufgrund dieser Ergebnissen bei den offiziellen Behandlungsprotokollen mehr die persönlichen Erfahrungen der Elektrosensiblen berücksichtigt werden sollten. Die Vermeidung von elektromagnetischen Feldern vermindert oder hebt die Symptome bei Elektrosensiblen auf.

Studie gefördert durch

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