Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effects of mobile phone radiation (900 MHz radiofrequency) on structure and functions of rat brain. med./bio.

[Wirkungen von Mobiltelefon-Feldern (900 MHz Hochfrequenz) auf Struktur und Funktionen des Ratten-Gehirns].

Veröffentlicht in: Neurol Res 2014; 36 (12): 1072-1079

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Auswirkungen einer Exposition von Ratten bei einem 900 MHz elektromagnetischen Feld auf das Verhalten, oxidativen Stress und auf neuronale Schäden im Gehirn untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Die Ratten wurden in 5 Gruppen eingeteilt: 1) Käfig-Kontrolle (jeweils n=3 für jede Expositions-Gruppe, insgesamt n=9), 2) Schein-Exposition (jeweils n=3 für jede Expositions-Gruppe) und die Expositions-Gruppen für 3) das Verhalten, 4) die biochemische und 5) die histologische Auswertung (jeweils n=7).

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 900 MHz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 4 Stunden/Tag für 15 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 4 Stunden/Tag für 15 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer plexiglass boxes with ventilation holes of 1 cm diameter on all sides
Aufbau mobile phone (Spice S-5110) was fitted to the roof of the cage from the inside; temperature was maintained at 25 ± 2°C
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 0,99 W/kg Mittelwert berechnet - andere Angabe: ca. 0,9 W/kg (?)

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Es wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen der Schein-Exposition (Gruppe 2) und der Käfig-Kontrolle (Gruppe 1) gefunden.
Im Open Field-Test zeigten exponierte Tiere (Gruppe 3) im Vergleich zur Käfig-Kontrolle signifikante Verhaltensänderungen, die auf größere Angst und vermehrten Stress hinwiesen. Im erhöhten Plus-Labyrinth hingegen zeigte Gruppe 3 im Vergleich zur Käfig-Kontrolle ein signifikant verändertes Verhalten, welches auf verminderte Angst hinwies.
Im Morris-Wasserlabyrinth zeigte Gruppe 3 ein signifikant eingeschränktes räumliches Gedächtnis im Vergleich zu den Gruppen 1 und 2.
Die Enzymaktivitäten der Superoxid-Dismutase und der Katalase waren im Gehirn und in der Leber exponierter Tiere (Gruppe 4) im Vergleich zur Käfig-Kontrolle signifikant verringert. Der Gehalt an reduziertem Glutathion war im Gehirn von Tieren aus Gruppe 4 im Vergleich zur Käfig-Kontrolle signifikant reduziert und in der Leber signifikant erhöht. Der Ascorbinsäure-Spiegel war in der Leber von Tieren aus Gruppe 4 im Vergleich zur Käfig-Kontrolle, ebenso wie die Menge an Malondialdehyd im Gehirn und in der Leber, signifikant erhöht.
Die Histopathologie zeigte auffallend mehr degenerierte Neuronen im Hippocampus exponierter Tiere (Gruppe 5) im Vergleich zur Käfig-Kontrolle und Schein-Exposition.
Die Autoren schlussfolgern, dass die Exposition von Ratten bei einem 900 MHz elektromagnetischen Feld neuronale Schädigungen und oxidativen Stress im Gehirn verursachen könnte, was sich in verändertem Verhalten äußert.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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