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Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effects of GSM-Frequency Electromagnetic Radiation on Some Physiological and Biochemical Parameters in Rats.

[Wirkungen von elektromagnetischer GSM-Frequenz-Befeldung auf einige physiologische und biochemische Parameter von Ratten].

Veröffentlicht in: Bull Exp Biol Med 2012; 153 (6): 816-819

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten Verhaltens-Muster und biochemische Stress-Parameter bei Ratten untersucht werden, die mit einem GSM-Signal exponiert wurden.
Hintergrund/weitere Details: Im ersten Experiment wurden akute und verzögerte Wirkungen eines GSM-Signals auf Verhaltensmuster untersucht. Dafür wurden 4 Gruppen an männlichen und 4 Gruppen an weiblichen Ratten überprüft: 1.) 5 min nach Schein-Exposition, 2.) 5 min nach Exposition, 3.) 24 h nach Schein-Exposition und 4.) 24 h nach Exposition.
Im zweiten Experiment wurden akute (20 min) und verzögerte (24 h) Wirkungen eines GSM-Signals auf das Antioxidantien-Abwehr-System und Parameter des oxidativen Stresses untersucht. Wiederum wurden 4 männliche und 4 weibliche Gruppen benutzt (siehe oben).
Jede Gruppe bestand aus 10 Ratten.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 905 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 2 h
Exposition 1
Hauptcharakteristika
Frequenz 905 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 2 h
Modulation
Modulationsart gepulst
Zusatzinfo GSM in discontinuous transmission mode
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau animals placed in a plastic container
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistung 2 W - - - -
SAR 1,67 W/kg - - Ganzkörper -
Zusätzliche Parameterdetails
ambient static magnetic field: 50 - 60 µT ambient AC field ≤ 50 nT
Referenzartikel
  • Belyaev IY et al. (2006): Exposure of rat brain to 915 MHz GSM microwaves induces changes in gene expression but not double stranded DNA breaks or effects on chromatin conformation.
Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Verglichen mit der schein-exponierten Gruppe zeigten die männlichen exponierten Ratten 5 Minuten nach der Exposition im Open Field-Test eine erhöhte vertikale Bewegungsaktivität und mehr Aufenthalte im Zentrum. Im Gegensatz dazu zeigten die weiblichen exponierten Ratten eine erniedrigte vertikale und horizontale Bewegungsaktivität sowie weniger Aufenthalte im Zentrum, während die Zeit des Erstarrens verlängert war und der Kot häufiger abgesetzt wurde. Nach 24 Stunden zeigten exponierte männliche Ratten weniger Aufenthalte im Zentrum als schein-exponierte männliche Ratten. Weibliche exponierte Ratten erstarrten auch nach 24 Stunden länger und setzten häufiger Kot ab als die weiblichen Ratten aus der schein-exponierten Gruppe.
Im Vergleich zu schein-exponierten Ratten wurde eine erhöhte Konzentration von Glucocorticoiden im Plasma von männlichen und weiblichen exponierten Ratten 20 Minuten nach der Exposition gefunden, während verzögerte Wirkungen (24 Stunden nach Exposition) nur bei den männlichen exponierten Ratten gefunden wurden (erniedrigter Glucocorticoid-Gehalt).
Die Auswertung der Expositions-Wirkungen auf das Antioxidantien-Abwehr-Systems zeigte, dass im Vergleich zur Kontroll-Gruppe der Gehalt an Lipid-Hydro-Peroxiden 20 Minuten nach der Exposition in männlichen Ratten erniedrigt war. In weiblichen exponierten Ratten wurden 24 Stunden nach der Exposition erhöhte Superoxid-Dismutase-ähnliche Aktivitäten festgestellt. Es traten keine Veränderungen bei anderen Parametern des Antioxidantien-Abwehr-Systems auf.
Die Autoren vermuten, dass eine einzelne Exposition bei einem GSM-Signal mit einer Frequenz von 905 MHz einen Einfluss auf die Mobilität, die Orientierung, den Erkundungsdrang und die Ängstlichkeit von Ratten, sowie auf das Antioxidantien-Abwehr-System haben könnte. Einige der beobachteten Wirkungen könnten abhängig vom Geschlecht des Tieres sein.
Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

  • nicht angegeben/keine Förderung

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