Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Mobile phone use and risk of brain neoplasms and other cancers: prospective study. epidem.

[Mobiltelefon-Nutzung und das Risiko von Gehirn-Neoplasmen und anderen Krebs-Arten: eine prospektive Studie].

Veröffentlicht in: Int J Epidemiol 2013; 42 (3): 792-802

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde der Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und der Inzidenz von intrakraniellen Tumoren des Zentralnervensystems und anderen Krebs-Arten in einer prospektiven Kohorte in Großbritannien untersucht.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (relatives Risiko)

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Mobiltelefon-Nutzung: nein
Gruppe 2 Mobiltelefon-Nutzung: ja
Gruppe 3 Mobiltelefon-Nutzung: täglich
Gruppe 4 Dauer der Nutzung: ≥ 10 Jahre

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 1.300.000
Anzahl geeignet 791.710
Statistische Analysemethode:

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es traten 51680 invasive Krebs-Fälle und 562 nicht-invasive Tumoren des Zentralnervensystems in Gruppe von 791710 Frauen mittleren Alters bei einer durchschnittlichen Follow-Up-Dauer von 7 Jahren auf.
Das Risiko der Frauen, die jemals ein Mobiltelefon genutzt hatten, im Vergleich zu Frauen, die niemals ein Mobiltelefon verwendet hatte, war nicht erhöht für ZNS-Tumoren insgesamt (RR 1.01; KI 0,90-1,14), für bestimmte ZNS-Tumor-Arten und für 18 andere Krebs-Arten. Beim Vergleich von Langzeit-Nutzerinnen mit Frauen ohne Mobiltelefon-Nutzung wurde kein bemerkenswerter Zusammenhang für Gliom (≥ 10 Jahre: RR 0,78; KI 0,55-1,10) und Meningiom (≥ 10 Jahre: RR 1,10; KI 0,66-1,84) festgestellt. Ein Anstieg im Risiko (≥ 10 Jahre: RR 2,46; KI 1,07-5,64) wurde bei der Langzeitnutzung im Vergleich zur Nicht-Nutzung für das Akustikusneurinom beobachtet, das Risiko stieg mit der Nutzungsdauer an (Trend bei den Nutzern, P 0,03). Die landesweiten Inzidenz-Daten wiesen keinen Anstieg der Inzidenz von Akustikusneurinom weder bei Männern noch bei Frauen im Alter von 20-79 Jahren in England im Zeitraum von 1998 bis 2008 auf.
Die Autoren schlussfolgerten, dass die Mobiltelefon-Nutzung nicht mit einem Anstieg der Inzidenz von Gliom, Meningiom und anderen Krebs-Arten in dieser großen prospektiven Studie zusammenhing.

Studie gefördert durch

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