Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Residential exposure to magnetic fields and acute lymphoblastic leukemia in children. epidem.

[Magnetfeld-Exposition des Wohnumfeldes und akute lymphoblastische Leukämie bei Kindern].

Veröffentlicht in: N Engl J Med 1997; 337 (1): 1-7

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte der mögliche Zusammenhang zwischen durch Hochspannungsfreileitungen verursachten Magnetfeldern in der Wohnumgebung und Leukämie im Kindesalter in einer Fall-Kontroll-Studie in den USA untersucht werden.

Weitere Details

Die Magnetfeld-Exposition wurde durch 24-Stunden-Messung sowie durch Berechnung der Wire-Code-Kategorien nach der Wertheimer-Leeper-Einteilung und der Kaune-Savitz-Einteilung ermittelt.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio (OR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Niedrigstrom
Gruppe 2 zeitgewichteter Mittelwert der Magnetfelder: 0,065 - 0,099 µT
Gruppe 3 zeitgewichteter Mittelwert der Magnetfelder: 0,100 - 0,199 µT
Gruppe 4 zeitgewichteter Mittelwert der Magnetfelder: ≥ 0,200 µT
Gruppe 5 zeitgewichteter Mittelwert der Magnetfelder: 0,200 - 0,299 µT
Gruppe 6 zeitgewichteter Mittelwert der Magnetfelder: 0,300 - 0,399 µT
Gruppe 7 zeitgewichteter Mittelwert der Magnetfelder: 0,400 - 0,499 µT
Gruppe 8 zeitgewichteter Mittelwert der Magnetfelder: ≥ 0,500 µT
Referenzgruppe 9 Wertheimer-Leeper: in der Erde verlegte Leitungen + geringe Niederstrom-Konfiguration
Gruppe 10 Wertheimer-Leeper: normale Niederstrom-Konfiguration
Gruppe 11 Wertheimer-Leeper: normale Hochstrom-Konfiguration
Gruppe 12 Wertheimer-Leeper: starke Hochstrom-Konfiguration
Referenzgruppe 13 Kaune-Savitz: niedriger Wire-Code
Gruppe 14 Kaune-Savitz: mittlerer Wire-Code
Gruppe 15 Kaune-Savitz: hoher Wire-Code

Population

Fallgruppe

Kontrollgruppe

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 1.914 1.987
Teilnehmerzahl 767 725
Anzahl auswertbar 638 620
Sonstiges:

Wire-Code-Kategorien für 416 Fälle und 416 Kontrollen

Statistische Analysemethode: (Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurde kein signifikant erhöhtes Risiko für akute lymphoblastische Leukämie bei Kindern im Zusammenhang mit zeitgewichteten Mittelwerten der Magnetfelder von 0,200 µT und mehr in der Wohnumgebung gefunden. Es wurde keine Dosis-Wirkungs-Beziehung beobachtet. Die Ergebnisse geben wenig Hinweis darauf, dass eine Magnetfeld-Exposition des Wohnumfeldes im Zusammenhang mit dem Risiko für akute lymphoblastische Leukämie bei Kindern steht.

Studie gefördert durch

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